24.04.2026

Über 6.000 Gäste kamen zum Tag der offenen Tür an der HSBI

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Große und kleine Besucher:innen konnten einen persönlichen Jutebeutel mit dem HSBI-Logo gestalten. © P. Pollmeier/HSBI
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Im Projekt „ActiveGreen“ werden Methoden entwickelt, um den Einfluss von Pflanzen auf die Luftqualität (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2-Gehalt) zu messen. © P. Pollmeier/HSBI
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Mehr als 130 Programmpunkte spiegelten die Vielfalt der Hochschule wider, darunter Infoveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und Experimente zum Mitmachen. © P. Pollmeier/HSBI
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Mehr als 130 Programmpunkte spiegelten die Vielfalt der Hochschule wider, darunter Infoveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und Experimente zum Mitmachen. © P. Pollmeier/HSBI
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Die Experimentierhalle öffnete ihre Türen und bot unter anderem Einblicke in modernste Produktionstechnologien in der Aktion in der „Fabrik der Zukunft". © P. Pollmeier/HSBI
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Der humanoide Roboter Pepper, der den ganzen Tag über den Besucher:innen bei der Orientierung half oder auch mal ein Liedchen trällerte, sorgte nicht nur bei Kindern für erstaunte Gesichter. © P. Pollmeier/HSBI
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Besucher:innen konnten ein Assistenzsystem testen, das Menschen mit Seheinschränkung beim Gehen vor Kollisionen warnen soll. Entwickelt wurde das System von Mechatronik-Studierenden. © P. Pollmeier/HSBI
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Der Fachbereich Gesundheit gab Einblicke in den Einsatz von Virtual und Augmented Reality in der hochschulischen Ausbildung von Gesundheitsberufen. © P. Pollmeier/HSBI
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Mit mehr als 130 Programmpunkten öffnete die Hochschule Labore und Hörsäle und lud ihre Gäste vor allem zum Mitmachen ein. © P. Pollmeier/HSBI
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Über 6.000 Besucher:innen kamen zum Tag der offenen Tür 2026. © P. Pollmeier/HSBI
Die Veranstaltung, bei der sich die Hochschule Bielefeld jährlich der breiten Öffentlichkeit präsentiert, lud wie gewohnt zum Experimentieren und Mitmachen ein. Ein besonderes Augenmerk galt in diesem Jahr den Studieninteressierten.  

Bielefeld (hsbi). Am Samstag, 25. April, hieß es wieder „Macht mit!“. Die Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür der Hochschule Bielefeld (HSBI) konnten die Hochschule erkunden, experimentieren, sich über das Studienangebot informieren oder im Kranballon die Aussicht über den Campus genießen. Die Veranstaltung richtete sich an Alle, die einen spannenden Tag an der HSBI verbringen wollten, insbesondere an Studieninteressierte und deren Eltern.

Die Fachbereiche Gestaltung, Sozialwesen, Gesundheit, WirtschaftIngenieurwissenschaften und Mathematik einschließlich dem Campus Gütersloh sowie der Campus Minden, die Hochschulbibliothek, die IT und die Verwaltung beteiligten sich am Programm. Über das Studienangebot konnten sich Interessierte in Infoveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und an Infoständen beraten lassen, auch zu Studienfinanzierung und Wohnangeboten des Studierendenwerks. Erstmals bot die Zentrale Studienberatung eine Beratung speziell für Eltern an.

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Studierende des Bachelors Wirtschaftsingenieurwesen haben eine Rollenrutsche konstruiert, die von kleinen und großen Besucher:innen fleißig ausprobiert wurde.

Auch Familien mit Kindern konnten im Hauptgebäude der HSBI einiges ausprobieren und entdecken: Beim Pinball konnten sie herausfinden, wie ein Flipper funktioniert. Rätselfreunde, die bei der Entdeckerjagd durchs Gebäude alle Aufgaben gelöst haben, wurden mit einem Gewinn belohnt. Beim Projekt „Innovation Campus for Sustainable Solutions“ ging es um Nachhatigkeit: Hier informierten die Mitarbeiter:innen ganz praktisch über richtige Mülltrennung und Recycling. Kreativ werden konnten die kleinen und großen Besucher:innen bei einer Upcyclingaktion, die das Gebäudemanagement der HSBI angeboten hat: Aus einer leeren Kaffeetüte, Verpackungsfolie, einem Stück Rettungsdecke und ausgedientem Stoff konnten praktische Outdoor-Sitzkissen für Zuhause und unterwegs hergestellt werden. Und um das Sitzkissen auch gleich einzupacken, konnte man sich am Stand gegenüber einen Jutebeutel selbst gestalten.

Zum Mitnehmen gab es auch etwas in der IT-Abteilung: Hier konnten die Gäste der KI eine Bildbeschreibung „prompten“. Jonas (9) hat sich dazu eine Szene im Stadion vom FC Barcelona mit Lamine Yamal gewünscht, der dort gerade ein Tor gegen Real Madrid schießt. Das Bild wurde anschließend auf dem Greenscreen im Videostudio zum fantasievollen Hintergrund, vor dem Jonas fotografiert wurde. Das Foto dufte er mit nach Hause nehmen. Im Mini-Wald vor der HSBI, dem „Tiny Forest“ konnten Samenkugeln hergestellt und Schmetterlinge aus Naturmaterialien gebastelt werden. Beim Stand des Allgemeinen Studierendenausschusses AStA konnten große und kleine Besucher:innen Blindenschrift auf Legosteinen ertasten. Und wie immer bot das Schüler:innenlabor experiMINT verschiedene Tüftelaktionen, unter anderem konnte hier ein Fallschirm nach einer Zeichnung von Leonardo da Vinci nachgebaut werden.

Publikumsmagnet Projektarbeiten

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Einblicke in den Bachelorstudiengang Pflege gab es im Skills Lab Pflege.

Dank der anwendungsorientierten Forschungsprojekte und studentischer Projektarbeiten gibt es in jedem Jahr immer wieder etwas Neues bei Tag der offenen Tür zu entdecken: So haben Studierende des praxisintegrierten Studiengangs Mechatronik/Automatisierung am Campus Gütersloh einen Billardtisch kreiert, der mithilfe von Kameras den perfekten Anstoßwinkel berechnet, um die Kugeln einzulochen. Hier konnten Besucher:innen gegen den Computer spielen. Die Studierenden, die neben ihrer Tätigkeit in einem Unternehmen und dem Studium sehr viel Zeit in dieses Projekt investiert haben, erklärten vor Ort ihr Vorgehen und standen für einen Austausch zum Studium bereit. Prof. Dr. Thomas Freund vom Campus Gütersloh hat das Viererteam betreut: „Als die Studenten vor gut einem Jahr mit dieser Idee auf mich zukamen, habe ich nicht geglaubt, dass man etwas so Ambitioniertes in einem Jahr umsetzen kann. Sie mussten mich tatsächlich erstmal überreden, das ganze wirklich anzugehen. Wenn man die fertige Anlage sieht, kann man nur erahnen, wieviel Zeit und Herzblut in dieses Projekt geflossen ist. Ein ganz großes Lob an die Vier!“

Ein weiteres Projekt des Moduls „Mechatronische Systeme“ ist ein Pancake-Design-Roboter: Die Besucher:innen malten ein Motiv auf ein Tablet, das als Vorlage dient. Der Roboterarm trägt daraufhin den mit Lebensmittelfarbe gefärbten Teig wie gewünscht auf. Die fertigen Pfannkuchen durften natürlich auch probiert werden. Finja (10) gehörte zu den Testesserinnen: „Schmeckt lecker!“.

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Mehr als 130 Programmpunkte spiegelten die Vielfalt der Hochschule wider, darunter Infoveranstaltungen, Schnuppervorlesungen und Experimente zum Mitmachen.

Studierende des Bachelors Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Bielefeld haben in einem ähnlichen Projekt eine Rollenrutsche für die Kita der HSBI konstruiert – auch hier war das Ausprobieren ausdrücklich erwünscht. Das ließen sich Mona und Amelie nicht zweimal sagen: „Die Rutsche ist krass! Wir finden es super, dass man auch zu zwei darin rutschen kann“, so Mona. Auch Erwachsene konnten die Rutsche testen dank unterschiedlich großer Boxen, in denen man Platz nehmen konnte.

Mechatronik-Studierende haben in einem weiteren Projekt ein Assistenzsystem entwickelt, das Menschen mit Seheinschränkung beim Gehen durch akustische Signale vor Kollisionen warnen soll und das im „Blindflug-Parcours“ getestet werden konnte. Metin, der sich eigentlich für Soziale Arbeit interessiert, hat den Parcours ausprobiert: „Man ist erstmal total orientierungslos und muss sich auf die Töne konzentrieren, die einen rechts oder links vor Hindernissen warnen. Es ist ein bisschen wie eine Einparkhilfe im Auto.“

Neu war auch das Angebot von Fotografie-Studierenden des Fachbereichs Gestaltung, die einen Foto-Workshop angeboten haben. Ganz praktisch ging es auch bei einer Vermessungsübung zu, die von den Bauingenieuren aus Minden angeboten wurde.

Auch am Fachbereich Gesundheit gab es einiges auszuprobieren: Unter anderem gab es im Hebammen Skills Lab Infos über Gebärhaltungen. Jenny hat sich hier über den Studiengang Berufspädagogik Pflege und Therapie informiert: „Ich bin Mutter und wollte mich ganz konkret informieren, wie ich das Studium mit Familie organisiert bekomme. Es waren alle sehr zuvorkommend und ich gehe sehr motiviert hier raus!“

Veranstalter:innen sind zufrieden mit der Resonanz

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Studierende der Kindheitspädagogik haben praxisnahe Stationen gestaltet, an denen sichtbar wurde, wie alltagsintegrierte Sprachbildung Kinder in ihrem Lernen und Aufwachsen begleitet.

Die Veranstaltungskauffrauen Lea Specht und Nicole Stracke haben den Tag geplant und koordiniert: „Insgesamt gab es 134 Programmpunkte, die von mehr als 500 Personen bespielt wurden. Die Zahl der beteiligten Personen ist ein Rekord und es hat alles wunderbar funktioniert.“ Die Präsidentin der HSBI, Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, bedankte sich bei allen Mitwirkenden: „In diesem Jahr lag unser besonderes Augenmerk auf den Studieninteressierten. Da der Abiturjahrgang an den Gymnasien entfällt, haben wir die Werbung noch etwas intensiviert. Dazu gehört auch, Jahr für Jahr ein so umfangreiches Programm beim Tag der offenen Tür auf die Beine zu stellen. Ich bedanke mich im Namen des Präsidiums bei allen Kolleginnen und Kollegen, die sich aktiv eingebracht haben!“

Der Termin für den nächsten Tag der offenen Tür steht übrigens bereits fest: er findet statt am 22. Mai 2027. (vku)