Erfolgreiche AG-BFN-Fachtagung 2025: Ein Rückblick auf Betriebliche Bildung in Gesundheitsberufen
Am 28. und 29. April 2025 fand an der Hochschule Bielefeld am Fachbereich Gesundheit (Prof.'in Dr. Marisa Kaufhold), in Kooperation mit der Universität Münster, AG Berufspädagogik (Prof.'in Dr. Ulrike Weyland), die AG-BFN-Fachtagung Betriebliche Bildung in Gesundheitsberufen statt.Die Organisatorinnen der AG-BFN-Fachtagung Prof.‘in Dr. Marisa Kaufhold (l.) und Prof.‘in Dr. Ulrike Weyland (r.)
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Berufsbildungspolitik kamen zusammen, um in einen intensiven Austausch und Diskurs zu treten. Ziel der Veranstaltung war es, die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der betrieblichen Bildung im Gesundheitsbereich zu erörtern, theoretische und empirische Befunde zu diskutieren und zugleich Impulse für die Berufsbildungspraxis anzustoßen.
So wurden aktuelle Entwicklungen, die die Gesundheitsberufe tangieren, wie beispielsweise digitale Transformation, Interprofessionalität, Akademisierung und Professionalisierung sowie deren Auswirkungen auf die betriebliche Bildung angeregt diskutiert. Neben wissenschaftlichen Perspektiven wurden auch praktische Erfahrungen aus der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitsbereich aufgegriffen.
Prof. Dr. Uwe Faßhauer während der Keynote mit dem Titel "KI kann viel – aber nicht ohne uns. Betriebliche Bildung klug begleiten"
Die Keynote von Prof. Dr. Uwe Faßhauer „KI kann viel – aber nicht ohne uns. Betriebliche Bildung klug begleiten“ setzte zu Beginn einen spannenden Impuls zu den Veränderungsprozessen durch künstliche Intelligenz sowie deren Durchdringungspotenzial. Dabei wurde die zentrale Bedeutung einer professionellen, menschlichen Begleitung dieser Prozesse, insbesondere im Bildungskontext betont.
Prof.‘in Dr. Stefanie Hiestand zeigte in ihrer Keynote „Zwischen Wandel und Widerstand – Betriebliche Bildung im Gesundheitswesen im Spannungsfeld von System, Organisation und Individuum“ auf, wie sich die betriebliche Bildung zwischen den Herausforderungen dieser Ebenen bewegt. Dabei stellte sie zentrale Thesen zu „Lernschranken“ vor, die im Zuge von Veränderungsprozessen auftreten können, und diskutierte Wege, wie solche Barrieren überwunden werden können, um nachhaltige Bildungsentwicklungen zu ermöglichen.
Prof.in Dr. Marisa Kaufhold während des Round Table Akademische Qualifizierung des betrieblichen Bildungspersonals in Gesundheitsfachberufen mit Prof.‘in Dr. Bärbel Wesselborg als Moderatorin des Round Tables Betriebliche Bildung
Die Parallelforen, Panels und Round Tables boten den Teilnehmenden die Gelegenheit, in intensiven Gesprächen und Diskussionen empirische Befunde und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erörtern. Dabei wurden verschiedene Aspekte der betrieblichen Bildung aufgegriffen - vom Lernen am Arbeitsplatz bis hin zu Fragen der Kompetenzentwicklung und der Rolle des betrieblichen Bildungspersonals.
Die Preisträgenden des Friedrich-Edding-Preises, Dr. Clarissa Pascoe (4. v. l.) und Dr. Stefan Nagel (3. v. l.)
Ein weiterer Höhepunkt der Fachtagung war die Verleihung des Friedrich-Edding-Preises für Berufsbildungsforschung 2025 durch den AG-BFN-Vorstand an Dr. Clarissa Pascoe und Dr. Stefan Nagel, die für ihre bedeutenden wissenschaftlichen Beiträge zur Berufsbildungsforschung geehrt wurden. Ihre Arbeiten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Weiterentwicklung von Bildungsprozessen im beruflichen Kontext.
Prof.‘in Dr. Stefanie Hiestand (r.) beim Networking
Die Fachtagung hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, die Herausforderungen der betrieblichen Bildung im Gesundheitsbereich nicht nur zu erkennen, sondern auch aktiv an Lösungen zu arbeiten. Die diskutierten Impulse und Erkenntnisse werden nicht nur die Forschung bereichern, sondern auch die Praxis und Bildungspolitik in den kommenden Jahren prägen. Ein geplanter Tagungsband wird die Ergebnisse der Veranstaltung dokumentieren.