Für die nachhaltige Transformation in OWL: Das kommt aus Bielefeld (DKAB) und HSBI diskutiertierten mit Unternehmen die Potenziale von nachhaltigem Personalmanagement für den Unternehmenserfolg. Ein Fazit: Zentrale Aufgabe für das Personalmanagement ist es, die Mitarbeitenden und die Führungskräfte für die Relevanz zu sensibilisieren und sie kompetent für die Umsetzung nachhaltiger Prozesse zu machen. Organisator:innen der Verantaltung (v.l.): Ilka Alefsen von der WEGE, Prof. Dr. Natalie Bartholomäus, HSBI-Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung, und Prof. Dr. Sascha Armutat, Professor für Allg. BWL, insb. Personalmanagement und Organisation.
Bielefeld (hsbi). Vom 22. September bis zum 2. Oktober 2025 fand in diesem Jahr erneut das DAS KOMMT AUS BIELEFELD-Format Green Innovation Weeks der WEGE statt. Aufbauend auf der langjährigen Kooperation zwischen WEGE und Hochschule Bielefeld (HSBI) für mehr Nachhaltigkeit in OWL, wurde am 2. Oktober mit Unternehmen aus OWL eine Fokusgruppe nachhaltiges Personalmanagement durchgeführt unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Sascha Armutat, Professor für Allg. BWL, insb. Personalmanagement und Organisation, und Prof. Dr. Natalie Bartholomäus, HSBI-Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung. Die Fokusgruppe folgt vertiefend der bereits durchgeführten OWL-weiten Nachhaltigkeitsstudie der WEGE und HSBI aus dem vergangenen Jahr , die bereits die Potenziale eines nachhaltigen Personalmanagements für den Unternehmenserfolg in der Region darlegte.
HR-Toolbox anpassen und Beschäftigte weiterbilden
„Menschen machen den Erfolg - auch beim Thema Nachhaltigkeit."
Prof. Dr. Sascha Armutat, Professor für Allg. BWL, insb. Personalmanagement und Organisation
Nachhaltiges Personalmanagement ist eine Strategie für das Personalmanagement, bei der es darum geht, den Gedanken der Ressourcenbalance auf die Gestaltung der Belegschaft eines Unternehmens zu übertragen. Zudem geht es darum, an der Transformation des Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit mitzuwirken.
Aus der Praxis nahmen u.a. Vertreter:innen von Schüco, den Stadtwerken Bielefeld und Böllhoff teil. Die Runde diskutierte die Relevanz, das Verständnis, die Hürden und die Erfolgsfaktoren zum nachhaltigen Personalmanagement in OWL. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die meisten Unternehmen sich auf dem Weg befinden, um Nachhaltigkeit auch in ihr Personalmanagement zu integrieren. Es gibt in den beteiligten Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstratgie, die in der Regel Teil der Unternehmensstrategie ist und dem nachhaltigen Personalmanagement die Richtung vorgibt. Zentrale Aufgabe für das Personalmanagement ist es, die Mitarbeitenden und die Führungskräfte für die Relevanz des Thema zu sensibilisieren und sie kompetent für die Umsetzung nachhaltiger Prozesse zu machen. Dafür muss am der HR-Instrumentekasten insbesondere in den Feldern Recruiting, Mitarbeitendengespräche und Feedbacksysteme sowie Gesundheitsmanagement angepasst werden
„Transferarbeit ist Vertrauensarbeit“
Ein Fazit der Diskussionen: Zentrale Aufgabe für das Personalmanagement ist es, die Mitarbeitenden und die Führungskräfte für die Relevanz zu sensibilisieren und sie kompetent für die Umsetzung nachhaltiger Prozesse zu machen.
Die Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung, Prof. Dr. Bartholomäus, untermauerte die offene Atmosphäre in geschütztem Raum: „Transferarbeit ist Vertrauensarbeit, das zeigt sich heute einmal mehr, wenn Unternehmen und HSBI zusammenkommen, um ehrlich und fokussiert über die aktuellen Herausforderungen und Lösungen zur so wichtigen sozialen Dimension der Nachhaltigkeit in unseren regionalen Unternehmen zu diskutieren.“
Prof. Dr. Sascha Armutat resümierte: „Menschen machen den Erfolg - auch beim Thema Nachhaltigkeit. Das zeigte sich in den Gesprächen: Es kommt den Personalmanager:innen darauf an, die Belegschaft mitzunehmen und an einer aufgeschlossenen Haltung zur Nachhaltigkeit zu arbeiten - durch Personalentwicklung, aber auch durch unterstützende Benefit-Systeme. Die Begleitung der Führungskräfte spielt dabei eine besondere Rolle.“
Ilka Alefsen von der WEGE schloss sich an und betont: „Nachhaltigkeit lebt vom gemeinsamen Austausch und gezieltem Wissenstransfer. Werden - wie heute - Herausforderungen offen diskutiert und Erkenntnisse geteilt, entstehen praxisnahe Lösungen mit langfristiger Wirkung. Die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt die nachhaltige Transformation - getragen durch Formate wie dieses, die den Dialog und den Wissenstransfer in der Region systematisch fördern."