community.music.therapy. - die gemeinschaftsstiftende und heilsame Kraft der Musik (c.m.t.)

Community Music; Musiktherapie; Community Music Therapy; musikbasierte Gesundheitsförderung; soziale Teilhabe; Achtsame Hochschule; Service Learning; Students as Partners; Citizen Science; Weiterbildungsmaster

 

Hochschule Bielefeld   
Fachbereich Sozialwesen
Interaktion 1
33619 Bielefeld

 

Projektbeteiligung

  • Landesverband deutscher Musikschulen NRW (LVdM NRW)
  • Netzwerk Achtsame Hochschulen

Laufzeit

01.10.2026 - 31.12.2028

Projektförderung

HSBI - Forschungsmittel aus dem hochschulinternen Forschungsfonds für neuberufene Professor:innen 2026

Kurzbeschreibung

Das Forschungsprojekt community.music.therapy. (c.m.t.) entwickelt und beforscht einen berufsbegleitenden Weiterbildungsmaster an der Schnittstelle von Community Music, Musiktherapie und Community Music Therapy. Ausgangspunkt ist die Frage, wie die gemeinschaftsstiftende und gesundheitsfördernde Kraft der Musik in sozialen, pädagogischen und therapeutischen Handlungsfeldern wirksam genutzt werden kann. Der Titel ist bewusst als Wortspiel angelegt: Im Mittelpunkt stehen erstens Community Music als niedrigschwellige, partizipative Musikpraxis, zweitens Musiktherapie als professionelle gesundheitsbezogene Praxis und drittens Community Music Therapy als verbindende Perspektive zwischen individueller Unterstützung, sozialer Teilhabe und Gemeinwesenarbeit.


In Kooperation mit einer weiteren HAW wird ein curricular tragfähiges Konzept für den Master c.m.t. ausgearbeitet. Die Expertise des Kooperationspartners im Bereich Musik in der Sozialen Arbeit / Community Music ergänzt das Profil der Hochschule Bielefeld und ermöglicht eine interdisziplinäre Entwicklung des Studiengangs. Als weiterer Praxispartner wird der Landesverband deutscher Musikschulen NRW (LVdM NRW) eingebunden. Studierende sollen bereits während des Masters musikbezogene Praxisprojekte in Musikschulen und sozialen Einrichtungen durchführen. Dadurch entstehen Lern-und Transferprozesse, von denen Studierende, Praxispartner und Adressat:innen gleichermaßen profitieren (Triple-Win Situation).


Die didaktische Innovation des Projekts beruht auf drei Bausteinen: Achtsame Hochschule, Service Learning und Students as Partners. Achtsamkeit und Self-Care werden in allen Seminaren erfahrbar gemacht und methodisch reflektiert. Service Learning verbindet wissenschaftliches Lernen mit musikbezogenem Engagement in der Praxis. Students as Partners stärkt die aktive Mitgestaltung der Studierenden, indem offene Seminarslots und Forschungswerkstätten Raum für eigene Themen, Erfahrungen und Projekte geben.


Forschungsmethodisch arbeitet das Projekt qualitativ und entwicklungsorientiert. Verfolgt werden bspw. teilnehmende Beobachtung, Interviews und Fokusgruppen, sowie Elemente aus Aktions-und künstlerischer Forschung. Die Ergebnisse sollen in ein akkreditierungsfähiges Curriculum, wissenschaftliche Veröffentlichungen und weitere Drittmittelanträge einfließen. In einer Anschlussphase ist Wirkungsforschung mit Citizen-Science-Elementen geplant, bei der Absolvent:innen als Co-Forschende musikbasierte Projekte in ihren Communities dokumentieren und auswerten. Das Projekt trägt zur Profilbildung der Hochschule Bielefeld in den Bereichen Musik, Gesundheit, soziale Teilhabe, innovative Hochschullehre und nachhaltige Transformation bei.