Wohn- und Obdachlosigkeit in Bielefeld überwinden – Multiperspektivisch und partizipativ (WOBÜ-Studie)

Wohnungslosigkeit – Obdachlosigkeit – Bielefeld – Partizipative Forschung – Prekäre Lebenslagen – Armut – Leben auf der Straße

Hochschule Bielefeld   
Fachbereich Sozialwesen
Interaktion 1
33619 Bielefeld

Projektlaufzeit

01.09.2025 - 31.10.2027

Projektförderung

HSBI - Forschungsmittel aus dem hochschulinternen Forschungsfonds für neuberufene Professor:innen 2025

Kurzbeschreibung

Das Thema der Wohn- und Obdachlosigkeit ist in den derzeitigen multiplen Krisenzeiten von hoher gesellschaftlicher Relevanz. So hat die Bundesregierung einen Plan vorgestellt, Wohn- und Obdachlosigkeit bis 2030 zu überwinden. Dies gelingt nur unter Partizipation aller Beteiligten inklusive der – in der öffentlichen Diskussion oft exkludierten – Erfahrungsexpert*innen. Denn die vielen Menschen ohne mietrechtlich abgesicherten Wohnraum in Deutschland besitzen höchst unterschiedliche Bedarfe, da sie sich in vielfältigen und häufig durch Multiproblemlagen gekennzeichneten Lebenssituationen befinden. Daher sind zur Überwindung von Wohn- und Obdachlosigkeit neben politischen Akteuren ebenso Mitarbeitende der Wohnungslosenhilfe als auch die betroffenen Menschen selbst gefragt.

Dem Desiderat begegnet die WOBÜ-Studie. Im Rahmen eines zirkuläriterativen Forschungsdesigns und -prozesses werden Interviews mit verschiedenen Akteuren des Handlungsfelds durchgeführt und analysiert. Es wird eruiert, wie das Hilfesystem in Bielefeld angenommen wird, welche Faktoren eine Nicht-Nutzung fördern und welche Bedarfe die entsprechenden Menschen aufweisen. Anhand der Erkenntnisse werden Handlungsleitlinien entwickelt, wie in Bielefeld das übergeordnete Ziel der Überwindung von Wohnungslosigkeit bis 2030 näher fokussiert und erreicht werden kann.