Am 21. und 22. Mai 2025 stand der Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld (HSBI) ganz im Zeichen des Wandels. Unter dem Titel „Wandel gestalten – anders und gut“ kamen Studierende, Lehrende und Gäste aus Kunst, Design und Wissenschaft in der Lampingstraße zusammen, um über die drängenden Fragen unserer Zeit zu diskutieren: Wie lässt sich ein „gutes Leben“ führen, ohne dass Nachhaltigkeit zum Schlagwort oder Verzicht zum Schreckgespenst wird?
Die Veranstaltung brachte Studierende, Lehrende und Gäste aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um aktuelle Perspektiven auf Nachhaltigkeit, Gestaltung und Transformation zu diskutieren. Präsentiert wurden künstlerische und gestalterische Positionen aus den Studienrichtungen Mode, Fotografie und Bildmedien, Kommunikationsdesign und Digital Media Experience. Dabei wurde das Verhältnis von Gestaltung und Verantwortung, von individueller Haltung und gesellschaftlicher Wirkung in zahlreichen Vorträgen, Gesprächen und Werkpräsentationen beleuchtet.
Ausgangspunkt des Symposiums war die Überzeugung, dass sich nachhaltige Veränderungen nicht allein durch technische Lösungen, sondern wesentlich durch kulturelle und gestalterische Prozesse vollziehen. Entsprechend zielte die Veranstaltung darauf, Theorie und Praxis in ihrer gleichrangigen Bedeutung miteinander zu verknüpfen – in Form ästhetischer Reflexionen, experimenteller Gestaltungsansätze und forschender Praxisprojekte.
Das Symposium entstand im Rahmen des Seminars „Nachdenken über Nachhaltigkeit“, in dem Studierende der HSBI sich mit Fragen der ökosozialen Transformation, mit Werten, Ängsten und Zukunftsbildern auseinandersetzen. Begleitend entstanden dokumentarische Formate wie Porträts, Interviews und Projektberichte, die den Diskurs um Nachhaltigkeit im gestalterischen Kontext weiterführen.
In seiner thematischen Ausrichtung und interdisziplinären Offenheit knüpft das Symposium an die Tradition der Bielefelder Fachbereichskultur an, die sich seit Jahrzehnten durch forschungsorientierte Gestaltung, kritische Reflexion und ästhetische Innovation auszeichnet. Es schafft damit einen Ort, an dem Theorie, Praxis und Haltung in produktiver Spannung aufeinandertreffen und Gestaltung als Beitrag zu einer zukunftsfähigen, gerechten und lebenswerten Gesellschaft verstanden wird.