Arbeitssicherheitssystem

Prof. Dr.-Ing. Daniel Paßmann: „Arbeitssicherheitssystem ist ein absolut essentielles Thema im produzierenden Unternehmen.“

 

Lehrfabrik2017-03

Mit der Intensivierung der Nutzung der Lehrfabrik Campus Minden (LFCM) soll auch die Arbeitssicherheit ausgebaut werden - naturgemäß ein essentielles Thema. In Abstimmung mit Sicherheitsbeauftragten der FH-Bielefeld sollten die vorhandenen Regelungen bzw. Dokumente auf den deutschen Hochschul-Referenz-Rahmen AGUM umgestellt werden.

Dies ist tatsächlich eine Herausforderung: Zum einen musste aus der Vielzahl an Empfehlungen die für die spezifischen Betriebsmittel, Materialen, Stoffe, Nutzergruppen und Anwendungen der Lehrfabrik die für die LFCM relevanten ausgewählt und zugeschnitten werden (‚Tailoring‘). Zum anderen werden nicht nur Empfehlungen benötigt, sondern es sollte etwas bereitgestellt werden, mit dem effektiv und effizient ein sicherer und gleichzeitig praktikabler Lehrfabrikbetrieb gewährleistet werden kann.

Die zwei Studenten mit Praxis-Erfahrung auf diesem Gebiet meisterten die Herausforderung und lieferten ein Arbeitssicherheitssystem mit drei Komponenten:

  • Arbeitssicherheits-Handbuch als Regelwerk zur LFCM-Arbeitssicherheit in Form eines hierarchisch strukturierten gut pflegbaren Dokumenten-Systems (analog QM-Handbuch ISO 9000)
  • Tool zur Steuerung & Dokumentation arbeitssicherheitsbezogener Maßnahmen:
    Zeitplan/Checkliste und strukturierte Dokumentation der durchzuführenden und durchgeführten Maßnahmen und der Dokumentenpflege
  • KVP, Selbstaudit, Roadmap
    Statusprüfung sowie kurz-, mittel- & langfristige Zielen und Maßnahmen zum Ausbau und weiteren kontinuierlichen Verbesserung des LAS

Die damit geschaffene Lösung für die Arbeitssicherheit ist durch AGUM e.V. sehr fundiert, referenziert via Links auf die aktuellen Richtlinien und Gesetze und kann über das o.g. Tool bzw. den KVP praktikabel auf einem adäquaten S

tand gehalten werden.

Ausblickend bemerkt Prof. Dr. Christoph v. Uthmann „Diese sehr praxisorientierte Umset-zungsform könnte auch für andere Bereiche der FH-Bielefeld wie andere Hochschulen inte-ressant sein.“