„Arbeitgeber suchen Individuen, die zu ihrer Unternehmenskultur passen“
500 Gäste des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit verbringen kurzweilige Verabschiedung in der Mensa.
Bielefeld (fhb). Gut 500 Gäste hatten sich angemeldet. 150 von ihnen Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit. Später sollte mit Sekt angestoßen werden. Um 16 Uhr erklang zunächst in der Mensa der Uni Bielefeld das harmonische Gitarrenspiel von Reinhold Westerheide, der die Zuhörenden zur Ruhe und zur Konzentration aufforderte. Und dann ergriff Dekan Prof. Dr. Uwe Rössler das Wort: "Dass heute, am 15. März, so viele gekommen sind zeigt doch, dass Ihnen die Zeit des Studiums bei uns etwas wert war. Sie dürfen sehr stolz auf ihren Hochschulabschluss sein."
In den 15 verschiedenen Wirtschafts-Studiengängen hatten im vergangenen Jahr 370 Studierende mit Erfolg abgeschlossen. Doch "berufliche Verpflichtungen im In- und Ausland" (Rössler) hatten so manch einen von der Reise nach Bielefeld abgehalten. Der Dekan wagte in seiner kurzen Begrüßung einen Blick auf das Gesamte: "Unser Studienangebot zeichnet sich durch vielfältige Wahlmöglichkeiten mit nationalen und internationalen inhaltlichen Bezügen auf, wie Sie es kaum an einer anderen Hochschule finden." Der Fachbereich habe in den letzten Jahren "sehr viel Geld in eine gut funktionierende Infrastruktur investiert", und letztendlich hätten sich alle diese Bemühungen "in guten bis sehr guten Bewertungsergebnissen niedergeschlagen". Bei den Absolventinnen und Absolventen bedankte sich Rössler ausdrücklich: "Sie selbst bewerten uns in internen Evaluationsverfahren fair und gut und loben das Studienangebot. Ich denke, dies sind sehr gute Voraussetzungen für ihre berufliche Karriere."
Über diese Karrierechancen berichtete im Anschluss Festredner André Steeg, Hauptabteilungsleiter Marketing Nährmittel bei Dr. Oetker Deutschland. Seine Begrüßung: "Es geht los, die Welt wartet auf engagierte, zuverlässige, smarte und gut ausgebildete Menschen. Auf ihre zukünftige Führungselite. Auf Sie."
Arbeitgeber suchten "keine Massen", sondern Individuen, "die zu ihrer Unternehmenskultur passen". Steeg: "Ihre Qualitäten im Berufsleben zeigen Sie dadurch, dass Sie sowohl Thematiken in der Tiefe verstehen als auch kommunikativ in der Lage sind, alle am Tisch gleichermaßen von Ihrem Vorgehen zu überzeugen." Seine Botschaft: Eine gesunde Portion kritische Distanz erhalten, die Meinung anderer "immer wieder in Frage stellen, filtern, selektieren und bewerten Sie mit dem Ihnen eigenen und einzigartigen Sozialisationshintergrund", seien Sie selbstkritisch und neugierig. Und nicht zuletzt: "Behalten Sie Ihren Humor."
Was nicht immer leicht fallen dürfte angesichts des "Überlebenskampfs der Firmen nach marktspezifischen Spielregeln". Steeg: "Flachere Hierarchien als je zuvor verheißen oft vom ersten Tag an mehr Verantwortung für Berufseinsteiger." Die Anforderungen an Marketing und Controlling seien permanent gewachsen. Eine Tatsache, die unter den frisch gebackenen Absolventen eher Freude denn Abschreckung verbreitet haben dürfte.
Es blieb Reinhold Westerheide vorbehalten, im Anschluss an den lang anhaltenden Beifall für André Steeg den musikalischen Rahmen mit einem Perkussionsinstrument rhythmisch-filigran zu spannen, bis schließlich alle Absolventinnen und Absolventen der Reihe nach auf die Bühne gebeten wurden, um ihr Zertifikat, Blumen und einen Bilderrahmen entgegenzunehmen. Eine runde Sache, diese Verabschiedung.