29.10.2010

FH Bielefeld feiert 20 Jahre Gleichstellungsarbeit

Eingeladen hatte dazu die Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Schumacher-Grub. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Festvortrag "Frauen Chancen 2020" von Dr. Barbara Stiegler von der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn.

Die Erfolgsgeschichte der Gleichstellungsarbeit an der FH Bielefeld stellte Hildegard Schumacher-Grub in ihrem Beitrag den rund 100 Gästen vor. Im Rahmenprogramm sorgte die a capella-Band "Female Affairs" für musikalische Unterhaltung.

Meilensteine der zwanzigjährigen Gleichstellungsarbeit sind unter anderem die Eröffnung der Betriebs-Kita EffHa im Jahr 1994, Förderung geschlechterbezogener Forschung, jährliche Durchführung des "Girls' Day", Unternehmenspatenschaften und Tutorien für Studentinnen in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen und genderbezogene Fachtagungen in den Ingenieurwissenschaften.

Für den höchsten Anteil an Professorinnen in NRW erhielt die FH Bielefeld im Jahr 2007 Zuwendungen aus dem Innovationsfond des Landes im Wert von 120.800 Euro. Zudem wurde sie als einzige Fachhochschule des Landes NRW 2009 mit dem Genderpreis "Geschlechtergerechte Hochschulkonzepte" ausgezeichnet. Da der Frauenanteil am gesamten Lehrpersonal derzeit 34 Prozent beträgt und der Professorinnen-Anteil bei 28,8 Prozent liegt, erhielt die FH Bielefeld in diesem Jahr 183.000 Euro aus dem Strukturfond.

Die Gelder werden unter anderem für Promovendinnen-Stellen, eine Gender-Professur und zur Förderung weiblicher Lehrbeauftragter verwendet. Dieser Einsatz zahlt sich aus: "In den letzten 20 Jahren ist der Professorinnen-Anteil an der FH Bielefeld um 22,8 Prozent gestiegen", sagt Schumacher-Grub, "Auch beim wissenschaftlichen Nachwuchs konnten Potentiale entwickelt werden. Allein die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen in Lehre und Forschung stieg in den letzten 20 Jahren um 29,6 Prozent auf derzeit 39,6 Prozent an". An diese Erfolge wolle die Gleichstellungsbeauftragte anknüpfen und auch in Zukunft vor allem die Karrierewege von Frauen und Mädchen in den MINT-Fächern fördern.