02.09.2013

„Akademisierung der Pflege hat sich etabliert“

Dualer Bachelor-Studiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ begrüßt 83 neue Studierende.

Bielefeld (fhb). Neues Semester, neue Gesichter. Passend zum heutigen Start des Wintersemesters 2013/14, sind 83 Erstsemester des dualen Bachelor-Studiengangs "Gesundheits- und Krankenpflege" an der Fachhochschule Bielefeld begrüßt worden. Der mittlerweile vierte Jahrgang des Studiengangs vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit teilt sich wieder in zwei Gruppen auf. 33 Studierende werden den Hochschulunterricht in Bielefeld absolvieren, die restlichen 50 auf dem Campus Minden.

Zum theoretisch-wissenschaftlichen Teil an der FH und den kooperierenden Berufsfachschulen, kommen die praktischen Anteile des Studiums durch Praxiseinsätze in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens hinzu.
Die Leiter der beiden Berufsfachschulen, Andreas Winter von der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB) aus Gütersloh und Oliver Neuhaus von der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken in Minden, stellten ihre Einrichtungen den Studierenden vor.

So viele neue Studierende wie noch nie nehmen dieses Semester ihr duales Studium an der FH Bielefeld auf. Ein Zeichen dafür, dass sich die Akademisierung der Pflege langsam etabliere, wie Studiengangsleiterin Professorin Dr. Änne-Dörte Latteck bemerkte. Nordrhein-Westfalen nimmt dabei mit sechs Modellstudiengängen eine Vorreiterrolle ein. Das Ziel sei es, junge Menschen auszubilden, die adäquat auf die Bedürfnisse der Patienten in der Gesundheits- und Krankenpflege reagieren könnten. Die Mischung macht's: Im dualen Studiengang ist das Theoretische eng mit dem Praktischen verbunden und wechselt sich im Laufe des Studiums immer wieder ab. "Nach vier Jahren haben Sie dann nicht nur eine Berufsausbildung, sondern auch ihren ersten akademischen Abschluss in der Tasche", verdeutlicht Latteck die Vorteile.

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n dieser Zeit müssen die Studierenden ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen, sehen aber beim aktuell steigenden Pflegebedarf guten Jobprognosen entgegen. "Sie haben eine gute Wahl getroffen, und ich garantiere Ihnen, dass Sie nach dem Studium einen fantastischen Karriereweg vor sich haben", versprach Akademieleiter Oliver Neuhaus aus Minden. Ähnlich stimmte auch Jens Alberti die Studierenden auf die kommende Zeit ein, der als Pflegedirektor des Klinikums Gütersloh einen Einblick in die Praxis gab. "Wir brauchen euch als studierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bett. Dadurch steigt nicht nur die Attraktivität des Berufes, sondern wir können auch fachlich und inhaltlich von euch profitieren", sagte Alberti. Die gute Ausstattung der Fachhochschule, wie etwa das Skills Lab, würde dazu ihr Übriges leisten.

Acht Semester voll komplizierter Fachtermini, vieler Prüfungen  und wechselnder Ausbildungsorte warten nun auf die 83 Neuen, denen die ehemaligen Erstsemester vom letzten Jahr gerne helfen wollen. "Danke, dass ihr den Studiengang weiter wachsen lasst. Wir hoffen, dass euch das duale Studium genau so viel Spaß macht wie uns und wir euch mit Rat und Tat zur Seite stehen können", bedankten sich die Studierenden Franziska Jagoda und Robert Palutke, bei den Erstsemestern.