17.02.2012

Auf die besonderen Bedürfnisse und den Lebensstil der jungen Menschen einstellen

Wirtschaftspsychologen und Westfälischer Heimatbund präsentieren Ergebnisse des Projekts 'Förderung der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Heimatvereinen'.

Münster. Am vergangenen Montag wurden in Münster im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Ergebnisse des Projekts 'Förderung der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Heimatvereinen' vorgestellt. Das Projekt wurde vom Westfälischen Heimatbund (WHB) in Kooperation mit dem Studiengang Wirtschaftspsychologie der Fachhochschule Bielefeld vom September 2011 bis Januar 2012 durchgeführt.

Der Westfälische Heimatbund nimmt als Dachverband von rund 540 örtlichen Heimatvereinen und gut 650 ehrenamtlichen Ortsheimatpflegern in Westfalen Aufgaben der regionalen Heimat- und Kulturpflege wahr. Er vertritt nach eigenen Angaben einen Personenkreis von 130.000 heimatverbundenen Menschen in Westfalen. Laut Satzung will der Westfälische Heimatbund "in den Menschen, die in diesem Raum leben oder sich ihm zugehörig fühlen", das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit wecken und vertiefen. Dazu bündelt er ehrenamtliche Aktivitäten der Heimatpflege aus allen Regionen Westfalens unter einem gemeinsamen westfälischen Dach.

Im Rahmen des Projekts 'Förderung der ehrenamtlichen Jugendarbeit in Heimatvereinen' führten neun Studierende des Studiengangs Wirtschaftspsychologie vier unterschiedliche Befragungen in den Heimatvereinen durch, die vom Westfälischen Heimatbund als Dachverband vertreten werden. Die Ergebnisse zeigten, so Projektleiterin Prof. Dr. Sybille Reichart vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld, dass "die Ziele der Jugendarbeit in den Heimatvereinen mit gut qualifizierten und motivierten ehrenamtlichen Helfern bereits gut erreicht werden".

Zur weiteren Optimierung wurden von den Studierenden Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Gestaltung der von WHB angebotenen Jungendseminare, der Motivation der ehrenamtlichen Helfer durch Maßnahmen zur Anerkennung und Unterstützung ihrer Arbeit sowie der Verbesserung des Images der Heimatvereine aus den Befragungsergebnissen abgeleitet. Wirtschaftspsychologin Reichart: "Im Zentrum der Vorschläge steht insbesondere die Ausrichtung des Angebots und der Kommunikation mit den Jugendlichen auf die besonderen Bedürfnisse und den Lebensstil der jungen Menschen."