Starke 'Handball All-Star Games' zwischen FH und Uni. / Herren gelingt Revanche, Frauen noch nicht soweit.
Bielefeld (fhb). "Auswärtssieg, Auswärtssieg", skandierten die Handballer der Fachhochschule Bielefeld direkt nach dem Abpfiff, im Kreise tanzend und damit das wohl Unerwartete feiernd. Soeben waren die Kommilitonen der Universität mit 38:36 nicht von der 'Platte' der Uni-Sporthalle gefegt, aber immerhin in die Schranken verwiesen worden. Vor einem Jahr sah alles noch knapp anders aus: Damals, am 2. Mai, hatte die Uni-Mannschaft an gleicher Stätte mit 36:35 die Nase vorn. Eine gelungene Revanche also aus FH-Sicht, nach der es lange Zeit nicht ausgesehen hatte.
Deutliche Lücken in der FH-Abwehr, zu früher und teils unkonzentrierter Abschluss in der Offensive. Nicht alles lief rund am Montagabend vor nahezu 'ausverkauftem' Haus. Doch die FH-Moral stimmte in diesem sportlich stets fairen und überaus attraktiven "Handball All-Star Game". Die Veranstaltergemeinschaft aus Uni-Sport, vertreten durch Mirko Eichentopf, und FH-Sport-Verwaltung, hier war Dezernent Erhard Krebs der Aktivposten, hatte erstmals zu zwei Vergleichen eingeladen: Die Frauen von Fachhochschule und Universität durften im ersten Spiel des Abends die Kräfte messen, was mit einem deutlichen 47:13-Sieg der Uni endete. Trotzdem keine Niedergeschlagenheit bei den Verliererinnen, die sich einem Team aus hochklassigen Vereinsspielerinnen gegenüber sahen.
Bei den FH-Herren tat sich zunächst auch wenig Erfreuliches. Sie lagen immer ein, zwei, sogar vier Tore hinten. Doch Physis und Psyche - was sonst - stimmten und am Können der allesamt Vereinsspieler, einige von ihnen aus der dritten Liga, war und ist eh nicht zu rütteln. Erste Führung beim 25:24 zwanzig Minuten vor Schluss. Dann wieder Rückstand, dann konzentrierte Abwehrarbeit und einige gelungene Paraden der FH-Hüter. Schüsse aus der zweiten Reihe, die ihren Weg schnurstracks in den linken Uni-Torwinkel fanden. Taktische FH-Auszeit zwei Minuten vor dem Ende bei einer Ein-Tore-Führung, Balleroberung zehn Sekunden vor Schluss, Sprungwurf halblinks platziert. 38:36. Freude. Auswärtssieg.
Die Uni-Jungs nahmen es gelassen und blickten schon nach vorne. 2013 wollen sie wieder angreifen (und besser verteidigen) und den Wanderpokal dann für zwölf Monate in die eigene Vitrine stellen. Vorerst ist er im Gebäude der Hochschulverwaltung an der Kurt-Schumacher-Straße, direkt im Info-Point, zu bewundern. Ganz in der Nähe von Verwaltungsmitarbeiterin Karin Rietenberg, die einen großen Teil ihrer Freizeit dem Handballsport widmet und die sich um die komplette Organisation des 'Handball All Star-Games' an der FH gekümmert hat.
Zum FH-Herren-Team gehörten: Pascal Welge, Jakob Röttger, Christian Potthoff, Daniel Pries, Henning Kiel, Johann Kleimann, Johannes Ebbinghaus, Julian Klima, Julian Peitzmeier, Simon Hanneforth, Friedrich Speckmann, Mario Fleiter, Tobias Trautmann, Dennis Mathews.
Die Namen des FH-Frauen-Teams lagen bei Redaktionsschluss nicht vor und werden umgehend nachgereicht. Sorry.