„Beeindruckende Innovationskraft, attraktive Studiengänge und gut ausgebildeter Nachwuchs“
Angewandte Wirtschaftswissenschaften der FH Bielefeld feiern 50-jähriges Jubiläum im Ringlokschuppen.
Bielefeld (fhb). 50 Jahre angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Bielefeld. Ein Grund zum Feiern: am 25. Oktober im Bielefelder Ringlokschuppen mit rund 300 Gästen. Kurzweilig, informativ, angemessen. Dekan Prof. Dr. Uwe Rössler: "Die Geschichte des Fachbereichs ist geprägt durch einen stetigen Reformwillen und beeindruckende Innovationskraft, die attraktive Studiengänge und gut ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker hervorgebracht haben.
Rund 3.000 Studierende sind am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit eingeschrieben, womit er der größte an der FH Bielefeld ist. 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Lehre und Administration zuständig. 13 Studiengänge werden angeboten, darunter Gängiges wie die Betriebswirtschaftslehre oder auch Seltenes, etwa die Wirtschaftspsychologie oder die "International Studies in Management". Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, die Präsidentin der FH Bielefeld, hebt in ihrer Begrüßung hervor: "Im Fachbereich entwickelte Strukturen und Prozesse hatten vielfach Modellcharakter, Expertinnen und Experten aus dem Fachbereich leiten hochschulweite Projekte und übernehmen Aufgaben für die Hochschule insgesamt."
Angefangen hat alles bescheiden und überschaubar. Im März 1962 wird die Staatliche Höhere Wirtschaftsfachschule (HWF) gegründet, die, geleitet von Oberstudiendirektor Walter Klawitter, in der Bielefelder Diesterwegstraße den Lehrbetrieb aufnimmt: ein einziger Studiengang - nämlich Wirtschaft, drei Dozenten, 54 Studierende. Zum Sommersemester 1969 übernimmt Dr. Germanus Wegmann die HWF-Leitung.
An der Fachschule lehren mittlerweile 18 Dozenten und 338 Studierende sind eingeschrieben. 1971 öffnet dann zum Wintersemester die neue Fachhochschule Bielefeld ihre Tore. Die HWF wird zum Fachbereich Wirtschaft und damit Teil des nun mit Ingenieurdisziplinen, Werkkunstschule und Fachschulen für Sozialarbeit neuen FH-Ganzen. Wegmann wird erster Rektor der Fachhochschule, sein Nachfolger als Dekan des Fachbereichs ist Prof. Dr. Peter Durniok.
Im Jahre 1976
eine kleine Zäsur: der Fachbereich findet sein Zuhause im Hauptgebäude der Universität Bielefeld, das er bis zum geplanten Umzug ins neue FH-Gebäude auf dem Campus Bielefeld im Jahre 2013 nicht mehr verlassen wird. Das Studienangebot wächst: das Wirtschaftsingenieurwesen wird aufgenommen, als Vollzeitstudium und auch als berufsbegleitendes Abendstudium. Und der Fachbereich blickt über die Landesgrenzen hinaus. Dekan Rössler: "Internationalität genießt bei uns schon immer einen hohen Stellenwert und begann mit einem zunächst einzigartigen Studiengang." "Europäisches Studienprogramm in Betriebswirtschaft und Management" heißt er, 1991 startet er, im Mittelpunkt stehen der Studierendenaustausch, die Vermittlung von Industriepraktika, gemeinsame europäische Wochen, der Dozentenaustausch und Forschungsprojekte. Heute reichen die internationalen Kooperationen bis nach Korea und Indien, und der Studiengang "International Studies in Management" wird in englischer Sprache angeboten.
Wiederholt findet der Ideenreichtum der Lehrenden und deren enger Kontakt zur beruflichen Praxis seinen Niederschlag im Studienangebot: beispielsweise Wirtschaftsrecht (seit 2000), Wirtschaftsinformatik (2006) und Wirtschaftspsychologie (2008) runden das Studienangebot sinnvoll ab. Doch die Entwicklung hin zu einer erstklassigen Ausbildungsadresse gelingt dem Fachbereich auch wegen seiner exzellenten Berufungspolitik. Rössler: "Unser Fachbereich hat bei den Wirtschaftsfachleuten seit langem einen guten Ruf, und es hat sich herumgesprochen, dass man hier ausgezeichnet lehren und forschen kann."
2008 schließen sich im Rahmen hochschulweiter Umstrukturierungen die Fachbereiche Wirtschaft sowie 'Pflege und Gesundheit' zum neuen Fachbereich 'Wirtschaft und Gesundheit' zusammen. Rössler: "Die Vielfalt des heutigen Fachbereichs ist ohne Zweifel beeindruckend, und sie ist in zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr sichtbar geworden."
Im Ringlokschuppen wurde anlässlich des Jubiläums zudem sichtbar, dass man auch zum gemeinsamen Feiern taugt. Gut gelaunte Gäste, studentisches Improvisationstheater, kurze Einspielfilme mit unter anderem einer freundlichen Grußbotschaft vom Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen und eine kleine Broschüren-Sonderausgabe über die Geschichte des Fachbereichs.
Dekan Prof. Dr. Uwe Rössler, vor einer Woche in seinem Amt für weitere vier Jahre wiedergewählt: "50 Jahre angewandte Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld sollen nicht nur Gelegenheit zum Rückblick geben, sondern auch Kraft und Ideen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft liefern."