Bielefeld (fhb). Der Forschungsschwerpunkt 'Fotografie und Medien' an der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Gestaltung, veranstaltet am 19. und 20. Mai das 31. Bielefelder Fotosymposium. Thema in diesem Jahr: 'The other side - zeitgenössische Fotografie aus Osteuropa'. Fotografen und Wissenschaftler, Kuratoren und Hochschullehrer aus Ljubljana, Moskau, Bratislava, Opava, Posnan, Budapest, Daugavpils, Wien, Warschau, Wiesbaden, Berlin, Hamburg und Belgrad werden in Bielefeld erwartet. Das Symposium wird in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung durchgeführt.
Zum Hintergrund:
Heute, gut zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, ist Europa politisch und wirtschaftlich geeint, doch nach wie vor bleibt zwischen Ost und West eine kulturelle Distanz. Dies hat viele Gründe. Ein wesentlicher ist der im Westen verbreitete Konsens, die osteuropäischen Gesellschaften seien durch den postkommunistischen Wandlungsprozess mehr mit der Bewältigung ihrer sozialistischen Vergangenheit beschäftigt als mit der Entwicklung neuer Prozesse. Dabei hat in den Ländern Mittel- und Osteuropas eine (Fotografen-) Generation die Bühne betreten, deren biographische Reibungspunkte zwar die Umwälzungsprozesse um 1989 bilden, die aber nicht länger als postkommunistisch bezeichnet werden kann.
Diese Generation hat die Orientierungslosigkeit des Transformationsprozesses hinter sich gelassen und lebt intensiv im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt. Durch Publikationen und Ausstellungen werden Arbeiten junger mittel- und osteuropäischer Fotografinnen und Fotografen international verfügbar und mehr und mehr bekannt. Die Vielfalt der künstlerischen Positionen lädt ein zum Vergleichen und Entdecken.
Es ist keine Anmeldung für das Bielefelder Fotosymposium erforderlich. Interessierte können dem Veranstalter unverbindlich Kontaktdaten zukommen lassen, um aktuelle Informationen zur Veranstaltung zu erhalten. Kontakt: info@fotosymposium.de
Text: Prof. Roman Bezjak
LINKS:
http://www.fotosymposium.de