DAAD-Preis und Stipendien: Ausländische Studierende ausgezeichnet
Neun ausländische Studierende der Fachhochschule (FH) Bielefeld wurden gestern im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet.
Ahsan Saleh Al-Habal aus dem Jemen erhielt den renommierten DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zur Verfügung gestellt, um gute akademische Leistungen und gesellschaftliches Engagement ausländischer Studierender zu würdigen.
Al-Habal ist 27 Jahre alt und studiert Elektrotechnik am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik. Den DAAD-Preis erhielt er für seine überzeugenden Leistungen im ingenieurwissenschaftlichen Studium. Neben den Studienleistungen ist das soziale Engagement ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Preisträgers. Al-Habal engagiert sich neben dem Studium für ein Kinderhilfsprojekt des Hammer Forums und betreut Kinder aus dem Jemen, die in Bielefelder Krankenhäusern operiert werden. "Es war eine sehr große Überraschung für mich, dass ich mit dem DAAD‑Preis ausgezeichnet werde. Ich bin in dieser Kategorie der einzige Preisträger. Das macht mich sehr stolz ", sagt Ahsan Saleh Al-Hebal über die Auszeichnung. "Für mich ist es eine Bestätigung, dass man mit Fleiß viel erreichen kann und dass es sich lohnt, immer weiter zu lernen. Ich habe mich bereits sehr über meine Leistungssteigerung und die immer besseren Noten in den Prüfungen der letzten beiden Jahre gefreut. Aber dass es zusätzlich noch eine finanzielle Belohnung und Anerkennung dafür gibt, ist großartig."
Zudem wurden im Rahmen des "internationalen Abends" acht Stipendien vergeben. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschulgesellschaft - Verein der Freunde und Förderer e.V. der FH Bielefeld und der Jowat AG aus Detmold fördert der DAAD mit den so genannten Matching-Funds ausländische Studierende. Ein Stipendium erhielten: Soo-Kyung Kim aus Korea (Gestaltung/ Modedesign), Krasimir Kostadinov aus Bulgarien (Regenerative Energien), Carine Kuigoua aus Kamerun (International Studies in Management), Zahra Marabi aus dem Iran (Betriebswirtschaftslehre), Martina Mberi aus Zimbabwe (Soziale Arbeit), Burcu Yumrukcaglar-Güttler aus der Türkei (Master Gestaltung/ Fotografie und Medien), Andrius Stakelis aus Litauen (Soziale Arbeit) und Olga Velgosha aus Russland (International Studies in Management).
V
orgeschlagen wurden die Stipendiaten von Professorinnen und Professoren aus den Fachbereichen. So freute sich Professorin Willemina Hoenderken vom Fachbereich Gestaltung fast genauso über die Auszeichnung wie ihre Studentin Soo Kyung Kim und konnte über die Süd-Koreanerin nur Positives berichten: "Sie verfügt über ein außerordentliches Zeichentalent. Ich will genau sein, ein Talent wie ihres findet man einmal unter Hundert. Sie ist in der Lage jede ihr gestellte Aufgabe zeichnerisch auf höchstem Niveau umzusetzen. Schon jetzt, noch als Studentin, kann sie es mühelos mit professionellen Modeillustratoren aufnehmen."
Sowohl die Stipendienmittel als auch die Bewerberzahlen haben sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das gilt auch für die ebenfalls vom DAAD zur Verfügung gestellten Abschlussbeihilfen, mit denen das Akademische Auslandsamt ausländische Studierende während der Phase ihrer Abschlussarbeit unterstützt. Auch dafür wurden im IBZ Urkunden an die geförderten Studierenden überreicht. Die ausgezeichneten Studierenden gestalteten den internationalen Abend mit Länderpräsentationen und Essensbeiträgen aktiv mit.
Dorit Hekel, Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der FH Bielefeld hebt den Erfolg der Veranstaltung hervor: "Die Fachhochschule Bielefeld kann wirklich stolz auf ihre ausländischen Studierenden sein. Sie nehmen einiges auf sich, um überhaupt hierher zu kommen und wenn sie es geschafft haben, zeigen viele von ihnen beachtliche Studienleistungen und erreichen in der Fremdsprache Deutsch ein erstaunliches Niveau. Ein Abend wie dieser ist eine gute Gelegenheit, mehr über den Hintergrund dieser Studierenden zu erfahren und sich auszutauschen. Ich bin froh, dass das gelungen ist!"