20.12.2011

Der ‚Bielefelder Weg‘ der Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe überzeugt

Gelungene Präsentation der Modellstudiengänge in der NRW-Landesvertretung in Berlin

Berlin. Am 5. Dezember fand auf Einladung der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens die erste Veranstaltung der nordrhein-westfälischen Modellstudiengänge für Pflege und Gesundheitsfachberufe in der Landesvertretung NRW in Berlin statt. Auch die Fachhochschule Bielefeld mit der Lehreinheit Pflege und Gesundheit und ihrem dualen Bachelorstudiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ war vertreten.

Seit Herbst 2010 gibt es 10 innovative Modellstudiengänge an sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen, die eine akademische und berufspraktische Qualifizierung in den Bereichen Pflege, Hebammenkunde, Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie anbieten. Die Absolvierenden erwerben neben dem Berufsabschluss auch den akademischen Grad des Bachelors. Ministerin Steffens bekräftigt in ihrer Rede, dass es bei der Akademisierung der genannten Berufe um die Bewältigung veränderter Herausforderung gehe, die auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel zurückzuführen seien. Ferner wies sie darauf hin, dass gut ausgebildete Mitarbeitende von zentraler Bedeutung für eine menschliche, an den Bedürfnissen der Betroffenen orientierten Pflege und Versorgung seien. Der duale Studiengang ‚Gesundheits- und Krankenpflege‘ der FH Bielefeld reagiert auf diesen von der Ministerin zitierten wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Er hat zum Ziel, neue berufliche Perspektiven zu schaffen und Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. Denn nur so wird es möglich sein, auch in Zukunft eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.

Die mehr als 300 Gäste aus Hochschulen, Berufsverbänden, Ärztekammern, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, der Kranken- und Pflegeversicherung sowie aus den Ministerien haben in Berlin die Möglichkeit genutzt, sich mit der Delegation der Lehreinheit Pflege und Gesundheit und deren Kooperationspartnern sowie Studierenden auszutauschen.

Insbesondere der Austausch mit den Studierenden hat bei den Besuchern großen Anklang gefunden, da durch diesen Kontakt ein authentisches Bild über eine gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis vermittelt werden konnte, so der Eindruck, den die FH-Delegation gewonnen hat. Insgesamt sei der eingeschlagene ‚Bielefelder Weg‘ sehr positiv für die Modernisierung und Akademisierung der Pflege bewertet worden, lautet das Fazit.