18.11.2013

Der Blick zurück ist ein Blick nach vorn!

Über 300 Teilnehmende am ersten Alumni-Treffen am Fachbereich Sozialwesen.

Zum ersten Alumnitreffen im Fachbereich Sozialwesen am Freitagabend hatten sich 230 ehemalige Studierende, Lehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemeldet. Gekommen sind weit über 300 Personen. Das Treffen fand auf Initiative des Praxisreferats statt, der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis am Fachbereich. Christiane Möcker, Leiterin des Praxisreferats, war sichtlich gerührt über die überwältigende Resonanz: "Wir wollen mit der Alumniarbeit den Kontakt zwischen Hochschule und Praxis pflegen und dadurch einen Beitrag dazu leisten, die Kommunikation  und Kooperation mit den Praxisstellen weiter zu entwickeln. Die Zusammenarbeit gelingt besonders zufriedenstellend für alle Beteiligten, wenn wir die Bedürfnisse und Erwartungen der Partner gut abstimmen. Dazu loten wir wechselseitig inhaltliche Impulse und aktuellen Fragestellungen aus."

Prodekanin Prof. Dr. Ingrid Hentschel lobte die Initiative aus dem Praxisreferat: "Frau Möcker hat mit diesem Abend einen neuen Schritt in der Alumniarbeit des Fachbereichs gemacht."

Die Bedingungen im Berufsfeld der Sozialen Arbeit und die Ausbildung haben sich seit den Gründungsjahren in den 1970ern stetig verändert. Die Veranstaltung stellte einen interessanten Brückenschlag über die Entwicklungen und verschiedenen Orientierungen dar.

Rosemarie Kiehling, Studentin am Fachbereich und Mitorganisatorin des Ehemaligentreffens, über ihre Eindrücke:  "Das Treffen hat Wert auf verschiedenen Ebenen. Ich finde den Perspektivwechsel spannend: Absolventen aus den verschiedenen Dekaden haben komplett verschiedene Dinge hier erlebt. In der Vorbereitung  habe ich Eindrücke vom früheren Studentenleben bekommen, das doch anders war, als mein eigenes. Das Studentenleben war lebhafter, man ging zu Demos, machte politisches Straßentheater und so."

Alumnus Dethlef Schröter über den Unterschied zwischen früher und heute: "Wir waren eine große Wohngemeinschaft, und wir haben dann gemeinsam das Seminar "Singen, Spielen, Tanzen" gestaltet und den ganzen Abend in der FH verbracht. Es gab viel mehr Nähe zu dem, was Menschen privat auf die Beine stellen. Zusammen wohnen, andere Lebensformen ausprobieren, das haben wir mit den Themen der sozialen Arbeit verbunden. Bielefeld war schon eine linke Hochschule."

Silke Benter beobachtet: "Die Leute sind heute nicht mehr so politisch. Auffallend ist auch, dass zu unseren Studienzeiten kaum Studierende mit Migrationshintergrund hier waren."

Manfred Benter, Abschlussjahrgang  1989: "Es ist schön, die Leute von früher wieder zu sehen und sich auszutauschen. Es ist gut zu hören, wo die Leute untergekommen sind, und wie sie sich vernetzen. Das kann auch für die Arbeit hilfreich sein."

Das unterstreicht auch Rosemarie Kiehling: "Ich finde es wichtig, dass  der Kontakt der Praktiker zu den Vorgängen in der Hochschule besteht. Der Studiengang Pädagogik der Kindheit ist noch zu wenig bekannt. Ich will für den Studiengang werben."

Das erste Ehemaligentreffen am Fachbereich Sozialwesen war erfolgreich. Die große Resonanz zeigt das gegenseitige Interesse an Entwicklungen in der Hochschule und in den Lebensläufen der Absolventen, von denen jetzt die Mehrheit in sozialen Einrichtungen in der Region beruflich tätig ist. Der fachlich anregende und persönlich angenehme Austausch dieses Abends wird seine Fortsetzung finden.

Text und Foto: Anna Bella Eschengerd, Fachbereich Sozialwesen