Bielefeld (fhb). Die Fachhochschule (FH) Bielefeld stellt Forschungsergebnisse des Fachbereichs Sozialwesen einer breiten Öffentlichkeit vor. In Zusammenarbeit mit dem Bielefelder Kunstverein präsentiert sie die Ausstellung „Die erste Fremde“.
Im Mittelpunkt stehen Kinder, die seit kurzer Zeit den Kindergarten besuchen und somit zum ersten Mal in ihrem Leben für einige Zeit von ihren Eltern getrennt sind. In einem Film von Professorin Dr. Cornelia Giebeler, Professor Thomas Henke und Studierenden des Master-Studiengangs Angewandte Sozialwissenschaften betrachten die Besucher den Prozess des inneren und äußeren Fremd-Seins hin zum Vertraut-Werden. Interviews mit den Eltern zeigen zudem, wie diese den Übergang wahrnehmen.
Hintergrund der Ausstellung ist das wissenschaftliche Projekt „Contact Zone“. Dafür arbeitet die FH Bielefeld mit der eigenen Betriebskindertagesstätte „Kita EffHa“ zusammen. Die Studierenden beobachteten den Eingangsbereich des Kindergartens, der den Übergang von Familie zur Kita, von Vertrautheit zu Fremdheit, symbolisiert. Sie zeichneten mit Stift und Videokamera auf, wie die Kinder und ihre Eltern kommunizieren und handeln. Aufbauend auf den Beobachtungen haben sie typische Rituale ermittelt sowie situations-, alters- und geschlechterspezifische Besonderheiten abgeleitet. Das Projekt wird realisiert aus Mitteln der Frauen- und Geschlechterforschung der FH Bielefeld und Forschungsgeldern des Fachbereichs Sozialwesen.
Ausstellungseröffnung im Bielefelder Kunstverein ist Samstag, 27. August, ab 18 Uhr. Ein Besuch der Video-Installation ist am Sonntag, 28. August, und am Montag, 29. August, jeweils von 12 bis 19 Uhr möglich. Am Sonntag findet zudem ab 16 Uhr eine Diskussion zum Thema „Die erste Fremde“ statt.