Bielefeld (fhb). Erschöpft, aber hochzufrieden ist das Team des Instituts für Buchgestaltung (IFB) von der Leipziger Buchmesse zurückgekehrt. Vom 14. bis 17. März hat die Messe mit 168.000 Besuchern stattgefunden. Für den selbstgebauten Messestand, der an das preisgekrönte Erstwerk-Konzept angelehnt ist, hat das zehnköpfige Team aus Studierenden und Dozierenden nur Lob kassiert. Das einhellige Fazit: Die Fachhochschule Bielefeld und der Fachbereich Gestaltung haben sich weit vorne unter den Ausstellern und Buchherstellern platziert.
"Im letzten Jahr waren wir eher noch das graue Mäuschen, und jetzt hatten wir einen der schönsten und professionellsten Stände", freut sich Masterstudentin Maria Arndt, die den IFB-Messestand maßgeblich mit betreut hat. Dieses Lob habe es nicht nur von Studierenden anderer Hochschulen und vielen Messebesuchern gegeben, sondern auch von Fachpublikum. Ein schweizerischer Lektor interessierte sich sogar konkret für eines der ausgestellten Erstwerk-Bücher. Eventuell kommt für ihn der Kauf oder die Aufstellung für eine Lesung in der Schweiz in Frage. "So eine direkte und positive Rückmeldung zu ihren Büchern ist für die Studierenden natürlich am schönsten", erklärt Arndt. Auch sei viel Presse und sogar ein Fernsehteam am FH-Stand gewesen und nebenbei hätten sie noch ein bisschen Studienberatung für interessierte junge Leute gegeben.
Das ausgefeilte Design des Messestandes, angelehnt an stilisierte Layoutstrukturen mit schwarzen Balken und Thumbnails, mit der Hintergrundbeleuchtung und einem großen Tisch, an dem intensiv in den ausgestellten Büchern gestöbert werden konnte, hat auch das Interesse anderer Institutionen auf den Plan gerufen. Angebote zu Kooperationen gab es vom Buchlabor der FH Dortmund und der Universität Weimar. Das Ziel des IFB, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen zu vertiefen, ist damit geglückt.
Trotzdem gab es auch einen kleinen Wermutstropfen auf der Buchmesse. Der extra für die Buchmesse unter Hochdruck fertiggestellte Jahresbericht des Instituts, hat einen nicht zu übersehenden Fehler: Der Umschlag wurde verkehrt herum angebracht. So, dass das Äußere jetzt Innen ist. Weil der Jahresbericht direkt nach Leipzig geschickt werden musste, war für das Team erst einmal Handarbeit angesagt. "Bei 800 Exemplaren mussten wir den Umschlag abreißen. Aber zum Glück ähnelt die erste Seite dem Umschlag sehr, so dass das nicht groß aufgefallen ist", berichtet Arndt.
Nach drei anstrengenden, aber überaus erfolgreichen Tagen auf der Buchmesse ging es schließlich wieder zurück nach Bielefeld. Im Großen und Ganzen sehen alle Beteiligte den Besuch in Leipzig als perfekt an: angefangen beim Stand, den Büchern, über den gelungenen Auftritt des Teams bis hin zu den guten Rückmeldungen. "Es ist einfach sehr viel Persönlichkeit rübergekommen, und das war uns wichtig", sagt Maria Arndt. Ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sein wird, kann sich noch nicht sagen, hat aber die beiden bisherigen Ausflüge nach Leipzig sehr genossen.
Das IFB wird bestimmt wieder in Leipzig dabei sein.