Fachbereich Sozialwesen veranstaltet Praxistag mit lebhaften Diskussionen.
Bielefeld (fhb). Am fünften Praxistag am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Bielefeld konnten sich am Donnerstag, 29. November, Studierende und soziale Einrichtungen kennenlernen. Gut 100 Einrichtungen aus dem breiten Arbeitsfeld der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe stellten sich und ihre Arbeit vor. Als Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis wurde den Studierenden die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten gezeigt und den Einrichtungen die unterschiedlichen Studiengänge am Fachbereich nähergebracht.
Über drei Stockwerke schlängelten sich die Studierenden durch die Gänge und Räume, in denen die Einrichtungen bunte Aufsteller, Plakate und Informationsstände aufgebaut hatten. Einige schlenderten von Stand zu Stand, um sich einen Überblick über die Vielfalt der Arbeitsfelder der sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik zu verschaffen. Andere waren zum Praxistag gekommen, um gezielt bestimmte Organisationen unter die Lupe zu nehmen. "Für die Studierenden geht es um den beruflichen Findungsprozess und die konkrete Frage nach Praktika und Jobs", sagte Christiane Möcker, Leiterin des Praxisreferats und Organisatorin des Praxistages. Passenderweise nehmen viele Einrichtungen mit dem Ziel teil, direkt für Praktika zu werben. Zufrieden konnten einige Studierende berichten, dass sie bereits Bewerbungen bei den Vertretern abgeben und Termine für Vorstellungsgespräche für ein Praktikum ausmachen konnten.
Neben der Werbung und dem persönlichen Kontakt profitieren viele Organisationen von den Impulsen am Praxistag. So entbrannten an einigen Ständen in den Gängen und Fluren des Fachbereichs lebhafte fachliche Diskussionen zwischen den Vertretern der Einrichtungen und Studierenden. Neben Jugend- und Kindereinrichtungen, wie dem Jugendamt der Stadt Bielefeld oder dem Deutschen Kinderschutzbund aus Minden, waren unter anderem auch Organisationen mit den Arbeitsfeldern der psychosozialen Hilfe, Das Dach e.V., oder der Familienhilfe, Bethel-Stiftung und die Evangelische Diakoniestiftung Herford, vertreten.
Nicht selten standen Absolventen des Fachbereichs auf der Seite der Einrichtungen. Auch sie haben zum Beispiel durch ein Praktikum einen Arbeitsplatz erhalten und können aus eigener Erfahrung ein Feedback über den Einstieg ins Berufsleben geben. "Es geht auch darum, das Praktische in den Hochschulbetrieb zurückfließen und den Sozialberufen mehr Anerkennung zukommen zu lassen", so Möcker.
Für die Studierenden des Fachbereich Sozialwesens bietet der Arbeitsmarkt derweil sehr gute Chancen. Zwar seien viele offene Stellen befristet, aber die Anzahl der Job-Angebote könne sich sehen lassen. "Wir beobachten momentan einen Generationenwechsel in diesem Berufsfeld, und zusätzlich beweist sich das Berufspraktische Jahr im Anschluss an das Studium als optimal für die Studierenden, um erste Kontakte im Job zu knüpfen", wusste Christiane Möcker zu berichten.
Der Praxistag findet alle zwei Jahre statt und zieht stetig mehr Beteiligte an. Christiane Möcker hofft, dass im Neubau der Fachhochschule der Platz für noch mehr Einrichtungen reicht, da alle gerne wiederkommen möchten.