Minden (fhb). Architektur, Bauingenieurwesen, Informatik, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und, ganz neu und auch gar nicht so technisch: Pflege und Gesundheit.
Das Studienangebot auf dem Campus Minden der Fachhochschule Bielefeld, wo zurzeit rund 600 Studierende in zehn Studiengängen eingeschrieben sind, ist noch üppiger geworden. Ein Grund mehr für die Hochschule, zum Studieninformationstag einzuladen. Prof. Dr. Friedrich Biegler-König, Dekan des im Aufbau befindlichen Fachbereichs Technik und zugleich Vizepräsident der FH Bielefeld, hielt bei seiner Begrüßung im Audimax an der Artilleriestraße fest: "Ich freue mich über die große Resonanz. Ich bin sicher, dass es sich hier in Minden ausgezeichnet studieren lässt. Unser Qualitätsmerkmal wird auch künftig die berufsorientierte akademische Ausbildung sein."
Die Praxisorientierung ist das zentrale Argument fürs Studium. Etwa im dualen Bachelor-Studiengang 'Pflege und Gesundheit'. Hier sind die Studierenden vor allem in Sachen Theorie auf dem Campus zuhause. Ergänzend und zeitgleich stehen sie zudem in der Berufsausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken. Theorie und Praxis wechseln blockweise, eine lebendige, auch zeitsparende Alternative zum 'normalen' Studium.
In den Ingenieurdisziplinen sieht das nicht anders aus. Auch hier wird beim so genannten 'praxisintegrierten Studium' Wert auf Berufsorientierung gelegt, natürlich aufbauend auf guten schulischen Grundlagenkenntnissen in Naturwissenschaften und Mathematik. 11-wöchige Praxisphasen in Unternehmen wechseln mit 12-wöchigen Theoriephasen an der Hochschule. Ein Konzept, das bei den jungen Leuten immer besser ankommt.
Der Informationstag auf dem Campus Minden war wohl dosiert. Die einzelnen Studiengänge wurden in parallelen Foren vorgestellt, und es gab Führungen durch die Labore. Kurzvorträge vermittelten erste Einblicke: "Informatik ist bunt", hatte Prof.'in Dr.-Ing. Grit Behrens ihren Info-Block überschrieben. Prof. Dr. Michael Mohe warf die Frage auf: "Wirtschaftsingenieurwesen - Studium mit Jobgarantie?" - und antwortete mit einem differenzierten "Ja". Prof. Dr.-Ing. Oliver Wetter wies, gleichfalls optimistisch, auf die Nachfrage seitens der Industrie hin: "Elektrotechnik-Ingenieurinnen und -Ingenieure werden gesucht!"
Der Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen zeigte sich gleichfalls von seiner einladenden Seite. Dieser Teil der akademischen Ausbildung hat nicht nur gute Tradition in Minden, sondern er zeichnet sich zudem durch aktuelle Studieninhalte und beste Infrastruktur am Standort aus. Dekan Prof. Dr. Hans-Georg Gülzow: "Wir haben unser Studienangebot weiter arrondiert und bieten mit dem 'Integralen Bauen' nun einen Master-Studiengang an, der die besonders talentierten Absolventen zu einer wissenschaftlichen Karriere an einer Universität einlädt."
Der Hochschulinformationstag wurde mit einer lebendigen Diskussionsrunde im Audimax abgeschlossen.