14.04.2007

FB Architektur und Bauingenieurwesen entwickelt Bauwerksmodelle unter Einsatz von Open Source und offenen Standards – Mindener 3D-Stadtmodell

Veröffentlichung von Professor Dr.-Ing. Günter Pomaska.

Aufgrund der Weiterentwicklung von Datenbanktechnologie, Computergrafik und Virtueller Realität, aber auch durch Fortschritte bei der großflächigen automatischen Datenerfassung, integrieren Geoinformationssysteme heute auch 3D-Bauwerksdaten. 3D-Stadtmodelle gewinnen im Zusammenhang mit Geografischen Informationssystemen zunehmend für Aufgaben des Städtebaus, bei Umweltschutz, Telekommunikation, Fahrzeugnavigation, Katastrophenschutz und Sicherheitsfragen an Bedeutung. Dr.-Ing. Günter Pomaska, Professor für Vermessungskunde und Datenverarbeitung im Bauwesen, hat zu dem Thema im Heidelberger Wichmann-Verlag den Buchtitel "Web-Visualisierung mit Open Source - Vom CAD-Modell zur Real-Time-Animation" veröffentlicht.

Die Komplexität virtuelle 3D-Stadtmodelle wird unterteilt in ein fünfstufiges Level of Detail Modell. Auf der Basis existierender Geodaten: Digitales Geländemodell, Orthophoto und Grundrissdaten der Automatisierten Liegenschaftskarte wird die Bebauung durch Blockmodelle, Dachstrukturen, Fassadenstrukturen und Projektmodelle abgebildet. Die Problematik der Datenerhebung liegt u. a. in der großräumigen, automatisierten Erfassung der Bebauungsstrukturen und der detaillierten Modellierung von Landmarken. Am Labor für visuelle und virtuelle Realität der FH Bielefeld werden am Mindener Fachbereich Verfahrensentwicklungen zur Aufnahme, Modellierung und Verwaltung der Gebäudedaten mit Open Source Software und offenen Standards entwickelt und angewandt.

Etwas traditioneller in der Ausgabe ist das Kartonmodell des Rathauses Minden. Aufgemessen mit digitaler Photogrammetrie und modelliert mit Blender, dem Open-Source-Programm für Rendering und Animation.

Weitere Informationen: guenter.pomaska@fh-bielefeld.de