27.10.2010

Fachtagung zur Zukunft der Sozialen Arbeit

Veranstaltung vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld in Kooperation mit der Fakultät Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld.

Muss sich in Anbetracht der Sparpolitik der Regierung die Soziale Arbeit neu positionieren? Dieser Frage wurde am Freitag, 22. Oktober, auf der Fachtagung "Soziale Arbeit zwischen Kontrolle und Solidarität - Auf der Suche nach dem neuen Sozialen" nachgegangen. Die Veranstaltung führte der Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld in Kooperation mit der Fakultät Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld durch. Die Initiatoren Professor Piotr Salustowicz von der FH Bielefeld und Professor Hans-Uwe Otto von der Universität Bielefeld diskutierten im Rahmen des wissenschaftlichen Forums über die Handlungsmaxime der Sozialen Arbeit, die angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und deren weitreichenden Folgen zwischen Kontrolle und Solidarität schwanken.

Mit dem Titel ist die Schwierigkeit der Verortung Sozialer Arbeit benannt: Zwischen Soziologie und Pädagogik aber auch zwischen Idealismus und Professionalität. Zudem müssen die Positionen der Träger und der Klienten von Sozialer Arbeit unterschieden werden. Schwierigkeiten bringt auch das breite Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit mit sich, wo versucht wird Armut zu kontrollieren und gleichzeitig ruhende Potentiale durch Solidarität zu aktivieren.

In den Diskussionen stand die Frage nach dem neuen, zeitgemäßen Sozialen im Mittelpunkt. Es wurden konkrete Aufgaben für die Zukunft der Sozialen Arbeit und Alternativen zur gängigen Einbürgerungspraxis vorgestellt. Auch über die Nachweisbarkeit der Wirksamkeit Sozialer Arbeit wurde gesprochen. Referenten waren unter anderem Professor Wilfried Hosemann von der Otto Friedrich Universität Bamberg, Professor Hans Günther Homfeld von der Universität Trier, Dr. Bernd Wagner von der Freien Universität Berlin und Professor Sebastian Bamberg von der FH Bielefeld.

Mitveranstalter Professor Hans-Uwe Otto stellte besonders die Verdienste von Professor Piotr Salustowiczs für den internationalen Austausch im Bereich Soziale Arbeit heraus. Piotr Salustowicz, ein  verdienter Forscher der Fachhochschule Bielefeld, verlässt nach 31 Jahren Lehr- und Forschungstätigkeiten den Fachbereich Sozialwesen. Im Ruhestand übernimmt er eine Professur an der School of Social Sciences and Humanities in Warschau (Polen).

Ein Interview mit Professor Dr. Piotr Salustowicz zur Fachtagung "Soziale Arbeit zwischen Kontrolle und Solidarität" finden Sie hier.