17.12.2001

FH Bielefeld lässt als erste Hochschule Deutschlands Straßenbahn fahren

Stadtbahn als Werbeträger - ungewöhnliche Aktion für eine Hochschule.

Abgrenzung und Profilbildung ist mehr denn je notwendig - was für Produkte und Unternehmen gilt, trifft ebenso für die unterschiedlichsten Hochschuleinrichtungen im Bildungsbereich zu. Profil schaffen wir u.a. durch eine gute Ausbildung unserer Studierenden. Das erfahren die Personalchefs bei der Einstellung, bei dem Einsatz unserer Absolventinnen und Absolventen in den verschiedensten Berufsfeldern. Nur Gutes zu tun, ist zu wenig. Man muss auch darüber sprechen. Highlights zu setzen ist ein bewährtes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Dabei müssen die "Maßnahmen" kontinuierlich über einen längeren Zeitraum der Zielgruppe ins Bewusstsein gebracht werden. Einmalaktionen verpuffen, werden nicht nachhaltig aufgenommen.
Die FH Bielefeld ist zu wenig bekannt - ein Satz, den wir häufig hören und erfahren. Sieben Fachbereiche der FH Bielefeld sind auf fünf Standorte im Stadtgebiet verteilt; ein Gebäude, eine Anschrift (wie z.B. die Universität Bielefeld) haben wir nicht. Wir werden unterschiedlich wahrgenommen, werden mit anderen Bildungsträgern verwechselt. Dem will die Hochschulleitung mit der Verkehrsmittelwerbung entgegentreten. Eines der wichtigsten Personennahverkehrsmittel ist die Straßenbahn. Zu den Außenbezirken Senne, Sieker, Stieghorst, Milse, Schildesche, Babenhausen und Lohmannshof fahren sie Tag und Nacht über die wichtigen Verkehrsknotenpunkte Hauptbahnhof, Jahnplatz und Rathaus in Bielefeld. Mit der von dem Düsseldorfer Unternehmen Design für Communication, Prof. Schmitt-Siegel & Partner BDU gestalteten Straßenbahn will die FH Bielefeld bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Besuchern dieser Stadt Präsenz zeigen. Viele Schülerinnen und Schüler benutzen täglich die Straßenbahn auf dem Weg von und zur Schule. Aus der Region kommen die Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes, des Leineweberfestes, des Weinmarktes, des Ritterfestes auf der Sparrenburg, zu den verschiedensten Veranstaltungen in der Stadthalle, Seidensticker Halle und in der Oetkerhalle nach Bielefeld. Aus anderen Städten reisen die Fußballclubs mit ihren Fans als Gäste des Bundesligisten DSC Arminia auf die Alm.

In Bielefeld, mit seinen ca. 325.000 Einwohnern, benutzen werktags rund 130.000 Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel. Ein großer Teil ist von ihnen auf dem 555 km langen Streckennetz unterwegs. Sie nehmen Botschaften in und an den Fahrzeugen von moBiel intensiv wahr - ebenso wie Auto- und Radfahrer, Fußgänger, Anwohner und bei besonderen Anlässen Besucher aus der Region/aus Deutschland.

Mit dem Verkehrsmittel Stadtbahn erreichen wir eine breite Öffentlichkeit, zu der wir sonst wenig Zugang haben. Die Verkehrsmittelwerbung spricht viele Zielgruppen an. Sie wirbt Tag für Tag, ist über einen längeren Zeitraum im Stadtbild präsent, erhöht die Aufmerksamkeit - denn was man regelmäßig wahrnimmt, prägt sich ein. Unter dem Kostenaspekt überzeugt die Straßenbahnwerbung in Bezug auf Kontaktzahlen durch ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu anderen Medien.

Regional eingebunden - international ausgerichtet, den Bekanntheitsgrad lokal, regional (vielleicht auch darüber hinaus) erhöhen, Stätte der Lehre und Forschung, modern, aufgeschlossen, innovativ, sympathisches Erscheinungsbild, hohe Aufmerksamkeit und Wiedererkennung waren u.a. Aufgabenstellungen für die Gestaltung. Auf 53 m Straßenbahnfront, zwei Bahnen des Typs M8D als Traktion, wird die FH Bielefeld sichtbar. Dabei hat das Unternehmen Design für Communication, Prof. Schmitt-Siegel & Partner BDU die Seiten der Bahnen sehr geschickt unterschiedlich gestaltet. So entsteht bei den Betrachtern der Eindruck, es fahren zwei verschieden gestaltete Bahnen durch Bielefeld - und das zum Preis für eine Bahn.