Der Maschinenbauprofessor lehrte von 1969 bis 1993 an der Fachhochschule Bielefeld. Zu seinen Lehrgebieten gehörten die Konstruktionstechnik, Konstruktionssystematik und rechnergestützte Konstruktion, später zusammengefasst unter Konstruktionslehre. Vor der Gründung der Fachhochschule im Jahr 1971 begann Bode zunächst als "Baurat im Ingenieurschuldienst" an der Vorgängereinrichtung, der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen. Mit der Gründung der Fachhochschule Bielefeld wurde er am 1. August 1971 zum Fachhochschullehrer benannt. Von Oktober 1991 bis zu seinem Ruhestand im Oktober 1993 führte Professor Bode zwei Jahre lang als Dekan die Geschäfte des Fachbereichs Maschinenbau (heute Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik).
Neben Lehre und Forschung engagierte sich Julius Bode besonders für den Austausch mit der mittelständischen Industrie. Ihm ist es zu verdanken, dass die FH Bielefeld als bundesweit erste Fachhochschule 1979 mit einem eigenen Stand auf der Hannover Messe vertreten war. Er hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass die FH Bielefeld als deutschlandweit erste Fachhochschule ein CAD-System über einen Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) anschaffen konnte. Zudem gründete er das "Institut für Forschungs- und Entwicklungsberatung" am Fachbereich Maschinenbau.
Außerdem war Bode Vorsitzender des Teutoburger Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Mit dieser Tätigkeit hat er die Bedeutung dieser berufsständigen Vertretung für die Fachhochschule hoch gehalten und einige Generationen von Jungingenieuren den Einstieg in den Beruf erleichtert.
Schon damals erkannte er den Trend, dass "die Technik im Umbruch ist von der Maschinen als Werkzeug zur Maschine als Arbeitssystem", wie Bode in einem Artikel im Westfalen-Blatt vom Januar 1984 zitiert wird. Computer würden Aufgaben vom Entwurf, der Konstruktion über die Arbeitsvorbereitung bis zur Fertigungssteuerung übernehmen. Die vernetzte Fabrik, die auf der diesjährigen Hannover Messe unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" diskutiert wurde, hat Bode wohl schon damals erahnt.
Seine angenehme Art und sein großes Engagement für den Austausch zwischen Studierenden, Hochschule und mittelständischer Industrie haben dafür gesorgt, dass der Name Julius Bode auch nach seinem Ausscheiden aus dem Hochschuldienst nicht in Vergessenheit geriet.