Titelverteidigung hieß die Mission des FH-Teams beim gestrigen Finnbahn-Meeting.
Bielefeld (fhb). Titelverteidigung hieß die Mission des FH-Teams beim gestrigen Finnbahn-Meeting. Tatsächlich schafften es die "Galoppierenden Amtsschimmel" nach dem Sieg 2011 auch in diesem Jahr bei dem Laufwettbewerb als erstes über die Ziellinie zu rennen. Mit einer Zeit von 34 Minuten und 48 Sekunden waren sie genau 36 Sekunden schneller als die Zweitplatzierten "AAA - Analysis und Algebra".
Und das bei harten Bedingungen, denn in den frühen Abendstunden trieb schwüle Hitze den Läuferinnen und Läufern den Schweiß auf die Stirn und der Rindenmulch auf der Laufbahn war staubtrocken. Zudem kämpften 34 Laufteams der Universität und des Studentenwerks Bielefeld ebenfalls um den Pokal.
Aufgrund des hohen Gesamt-Alters ging das FH-Team mit einem Vorsprung von 455 Metern an den Start. Als dann die FH-Schlussläuferin als erste in die Endrunde aufbrach, war die Verwirrung groß. Denn durch einen Fehler beim Zählen der Runden hatte niemand bemerkt, dass sich die "Galoppierenden Amtsschimmel" im Spitzenfeld befanden. Die Ursache für die Unstimmigkeiten wurde im Anschluss an das Rennen sofort geklärt, sodass die FH-Mannschaft den Pokal entgegennehmen konnte.
Erhard Krebs, Leiter des Dezernats "Studium und Lehre" und "Alters-Präsident" der FH-Laufgruppe, freute sich über den Gewinn: "Ich würde es wie Friedrich Nietzsche sagen: Kein Sieger glaubt an den Zufall. Wir haben hart trainiert, die Übergaben des Staffelstabes verliefen reibungslos und der Wille zum Sieg war allen anzusehen." Zudem sei die Taktik aufgegangen.
Dass diese eine entscheidende Rolle beim Finnbahn-Meeting spielt, liegt an den außergewöhnlichen Regeln des Wettbewerbs. Viele Variablen können zum Sieg verhelfen. Ein Team besteht aus zehn Mitgliedern, darunter mindestens drei Frauen. Alle zusammen müssen mindestens 300 Jahre alt sein. Für jedes Jahr mehr gibt es fünf Meter Vorsprung. Insgesamt werden 10 Kilometer gerannt, das sind 20 Runden auf der Finnbahn. Jeder Läufer muss mindestens 500 Meter und darf maximal 2.000 Meter laufen. Bereits zum 30. Mal organisierte die Abteilung Sportwissenschaften der Uni das Finnbahn-Meeting.
Zum Team der "Galoppierenden Amtsschimmel" gehören Studenten, Wissenschaftler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - teils ambitionierte Sportler, teils Freizeitaktivisten. Das ganze Jahr hindurch wird gemeinsame trainiert, im Winter in der Seidenstickerhalle, ab Frühling auf der Rußheide und zuletzt auf der Finnbahn, die sich direkt neben dem Uni-Hauptgebäude befindet.
Das Finnbahn-Team der "Galoppierenden Amtsschimmel" im Überblick: Alexander Eschweiler (Student), Nadja Haverkamp (Sportwissenschaftlerin und Trainerin), Malte Hesse (Student), Michael Keisker-Böhnke (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik), Nermin Köklüce (Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit), Erhard Krebs (Dezernent Studium und Lehre), Henning Steffen (Student), Volker Strakeljahn (Dezernat Gebäudemanagement), Katharina Vokoun (Pressestelle) und Stefan Wellensiek (Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit) sowie die Ersatzläuferinnen und -läufer Hülya Akbayin, Emrah Demirci, Wilhelma Thiel und Jan Trautwein.