11.03.2008

Student entwickelt Prüfstand für Steckverbindung Snaploc

Kooperation zwischen dem Unternehmen Böllhoff und der FH Bielefeld ist erfolgreich.

"Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte." - sagt man sich bei dem Bielefelder Unternehmen Böllhoff. Der Spezialist für Verbindungstechnik ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern feilt kontinuierlich daran, seine bewährten Produkte zu optimieren. Ingenieure der Fachhochschule (FH) Bielefeld helfen dabei, sie entwickeln einen Prüfstand. 'Snaploc' ist ein millionenfach bewährtes Böllhoff-Produkt: Die Steckverbindung kommt vor allem im Automobilbau zum Einsatz und dient dazu, schützende und Geräusch dämmende Motorabdeckungen, den Himmel eines Autodaches oder Stoßstangen schnell, leicht, problemlos und dadurch auch kostengünstig zu montieren.

Das Prinzip von 'Snaploc' ist einem Hüftgelenk nachempfunden: Denn die zweiteilige Kupplung besteht aus einer Kugelpfanne, in die ein Kugelbolzen einschnappen kann. Kein Mercedes, kein BMW und kein Audi ohne diese Steckverbindung, die zugleich 'entkoppelt', da sie Schwingungen dämpft. Und doch: Snaploc soll weiterentwickelt werden. "Wenn das Patent darauf ausläuft, wollen wir der Konkurrenz wieder zwei Schritte voraus sein", sagt Andreas Leenen von Böllhoff. Also sollte ein Prüfstand her, um die Neuerungen zu testen. FH-Diplomand Vitali Becker, der im siebten Semester Produktentwicklung/Mechatronik studiert, hat sich ans Werk gemacht: Er hat im Rahmen seiner Diplomarbeit den Prototypen eines Prüfstandes entwickelt. "Dies ermöglicht nun die genaue Vorhersage über die Eigenschaften der veränderten Snaploc-Modelle", erläutert Dipl.-Ing. Manfred Hermanski von der FH Bielefeld, der Becker betreut. "Böllhoff kann nun noch stärker auf besondere Kundenwünsche eingehen," so Manfred Hermanski weiter, "es können Modifikationen an der Snaploc-Kupplung oder neue Materialien und Werkstoffe auf Verschleißfestigkeit, Haltbarkeit oder Temperaturbeständigkeit getestet werden."