Pieper wurde 1943 in Bad Berleburg geboren. Nach dem Abitur 1962 in Lübeck studierte sie Rechtswissenschaften in Köln, Freiburg und Wien. Ein Stipendium ermöglichte ihr das Studium internationalen rechts in Lyon und Paris in den Jahren 1967 und 1968. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen arbeitete von 1970 bis 1973 als Projektleiterin am Institut für Kommunikationsplanung in Bonn. Während ihrer Referendarzeit absolvierte sie Praktika bei der EU-Kommission, im Deutschen Bundestag und bei Unitar, dem Forschungs- und Ausbildungsinstitut der Vereinten Nationen in New York. Nach dem zweiten Staatsexamen 1975 war sie bis 1987 im Bundesinnenministerium und im Bundesforschungsministerium (BMFT) bis zum Rang einer Regierungsdirektorin tätig. Von 1983 bis 1987 entsandte sie das BMFT zum Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln, wo sie als Referatsleiterin den Bereich "Schlüsseltechnologien" verantwortete. 1987 wurde Pieper vom Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks gewählt, wo sie zehn Jahre als Juristische Direktorin tätig war. In dieser Zeit war sie Vorsitzende der Juristischen Kommission der ARD (1991-1992) und Mitglied der Juristischen Kommission der Europäischen Rundfunk Union, Genf (1993- 1997). Seit 1997 ist sie als Medienanwältin in Berlin und Bonn tätig. Dem Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Universität Bonn gehört sie als Senior Fellow seit 1998 an. Das ZEI beteiligt sich durch richtungweisende Forschung und Politikberatung, Veranstaltungen zwischen Wissenschaft und Praxis sowie innovative Konzepte der Graduiertenausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten an der Lösung bisher unbewältigter Probleme der europäischen Einigung und der Gestaltung der Rolle Europas in der Welt. In der Überzeugung, dass in einem demokratisch verfassten Staat der gesellschaftliche Prozess der Meinungsbildung unabhängiger Medien bedarf, engagiert sich Pieper in mehreren Initiativen, die die medienpolitische Entwicklung in Deutschland und Europa beobachten und zu grundsätzlichen Fragen gegenüber den Entscheidungsträgern Stellung nehmen. So ist sie Sprecherin des Berliner Initiativkreises öffentlich-rechtlicher Rundfunk sowie Mitglied des Kölner Initiativkreises öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Aktuellster Schwerpunkt ist die Rolle und Ausgestaltung der Zivilgesellschaft (Unesco) angesichts der globalen Medienentwicklung.