05.05.2006

Erhöhung der Sozialbeiträge für Studierende zum Wintersemester 2006/07 – Mieten steigen ab Juni

Der Verwaltungsrat des Studentenwerks Bielefeld hat in seiner jüngsten Sitzung eine Erhöhung der studentischen Pflichtbeiträge um 6,50 € auf 60,- € pro Kopf und Semester beschlossen. Diesen Beitrag zahlen alle Studierenden der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Bielefeld, der Fachhochschule Lippe und Höxter sowie der Hochschule für Musik Detmold.

Entgegen früheren politischen Ankündigungen werden die Studentenwerke in NRW im Haushaltsjahr 2006 ca. 20% weniger Landeszuschüsse für ihre Arbeit erhalten. Für das Studentenwerk Bielefeld bedeutet das eine Zuschusskürzung von ca. 670.000 Euro, die es als Non-Profit-Unternehmen in der laufenden Arbeit nicht auffangen kann, ohne die Zuverlässigkeit der Serviceleistungen für die Studierenden zu gefährden. Schon zuvor war die Höhe der öffentlichen Zuschüsse über 10 Jahre konstant bei ca. 3,3 Mio Euro geblieben und der allgemeinen Kostenentwicklung nicht angepasst worden. Während der letzten Jahre mussten Kostensteigerungen für die Studentenwerke durch einzelne Anpassungen der Essenspreise, der Wohnheimmieten und auch der Sozialbeiträge ausgeglichen werden. Die Sozialbeiträge der Studierenden verdoppelten sich seit 1997 von 60 DM (ca. 30 Euro) auf demnächst 60,- Euro. Die nächste schlechte Nachricht für die 2000 Studierenden in den Wohnheimen in Bielefeld und Minden ist bereits auf dem Postweg: Die Mieten werden zum 1. Juni um knapp drei Prozent aufgrund der gestiegenen Energiepreise angehoben.
"Das Studentenwerk Bielefeld bedauert diese Maßnahmen angesichts vielfältiger Kostensteigerungen gerade auch für Studierende ausdrücklich", so Annette Vormbrock-Reinert vom Studierendenwerk Bielefeld. "Wir hoffen dennoch auf das Verständnis der Studierenden", so Vormbrock-Reinert weiter, "die weiterhin von der zuverlässigen und preiswerten Versorgung in den Gastronomiebetrieben an allen Hochschulstandorten, der Bereitstellung von über 2000 günstigen Wohnheimplätzen und vom Betrieb unserer beiden Kindertagesstätten für Kinder studierender Eltern profitieren werden."