03.08.2007

FH Bielefeld Spitzenreiter bei Professorinnen-Anteil – jede fünfte Stelle mit einer Professorin in diesem Jahr besetzt

Eine Spitzenstellung bei den Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen nimmt die Fachhochschule (FH) Bielefeld ein: Sie kann mit 18,6 Prozent den höchsten Anteil an Professorinnen im Jahr 2006 aufweisen und liegt mit 5 Prozent über dem FH-Landesdurchschnitt.

Im Jahr 2005 betrug der Anteil von Frauen besetzten Professuren 17,5 Prozent, in diesem Jahr konnte die FH Bielefeld den Anteil der Professorinnen weiter auf fast 20 Prozent steigern. Das Hochschulranking aus Gleichstellungssicht belegt, dass sich die FH Bielefeld besonders für die Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen einsetzt. Aus dem Düsseldorfer Innovationsministerium ist zu hören, "dass ein wissenschaftlich hoch qualifiziertes Potential an Frauen an der FH Bielefeld existiert".
Das Innovationsministerium stellt dieses Jahr insgesamt fünf Millionen Euro für Gleichstellungsförderung an Hochschulen zur Verfügung - das sind dreißig Prozent mehr als 2005. In den kommenden Jahren wird diese Summe auf sieben Millionen Euro pro Jahr anwachsen. Außerdem hat das Ministerium die Vergabe der Gelder umgestellt: Wurden bislang Projekte an Hochschulen unabhängig von den Ergebnissen gefördert, richtet sich das neue Fördersystem des Landes streng nach Erfolgen. Die Hochschulen, die die höchsten Professorinnen-Anteile aufweisen sowie diese Anteile besonders stark steigern, bekommen die meisten Fördermittel. Diese Mittel können die Hochschulen in Eigenregie für Frauenförderung einsetzen, beispielsweise für Mentorinnen-Programme. Auch bei der leistungsorientierten Mittelvergabe an die Hochschulen berücksichtigt das Ministerium die Frauenförderung: Absolventinnen in Studiengängen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, also beispielsweise in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, werden besonders belohnt. Aus dem Förderfond hat die FH Bielefeld in diesem Jahr 120.000 Euro erhalten.