18.03.2005

Staatssekretär Krebs und Rektorin Dr. Rennen-Allhoff unterzeichnen neue Zielvereinbarungen

Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule stärken und Profilbildung ausbauen.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Wissenschaft und Forschung und die Fachhochschule Bielefeld haben neue Zielvereinbarungen abgeschlossen. Rektorin Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff und Staatssekretär Hartmut Krebs unterzeichneten heute die "Zielvereinbarung der zweiten Generation". Der neue Vertrag schließt an die Zielvereinbarungen an, die das Land erstmals vor drei Jahren abgeschlossen hatte.

Staatssekretär Krebs: "Seit 2002 vollziehen wir in Nordrhein-Westfalen konsequent den Wechsel von der Hochschulsteuerung im Detail zur Hochschulkoordinierung. An die Stelle von Erlassen und Einzelentscheidungen treten Absprachen über Ziele und Entwicklungspotentiale jeder Hochschule. Land und Hochschule sind Vertragspartner, die miteinander einen gemeinsamen Weg zum Wohl des Hochschulstandorts Nordrhein-Westfalen festlegen. Im Kern geht es um die Profilbildung der Hochschulen, um die Stärkung ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit."

Die Zielvereinbarung mit der Fachhochschule Bielefeld sieht u.a. vor, dass die Hochschule sich in den nächsten Jahren auf bestimmte Schwerpunkte konzentriert.

  • Als Profilbereiche wurden vereinbart: Maschinenbau (CAE), Gestaltung (Fotografie und Medien), Pflege und Gesundheit, Integrales Bauen und Sozialwesen (Global Social Work). Die Hochschule strebt außerdem die Ausformung weiterer Profilbereiche auf den Feldern "Wirtschaft und Recht" sowie "Elektrotechnik" an. In den Profilbereichen werden Wissenschaftler aus jeweils mehreren beteiligten Fächern der Hochschule zusammenarbeiten, um Forschung und Lehre auf interdisziplinärer Grundlage neu auszurichten und im internationalen Wettbewerb um Forschungsmittel erfolgreich konkurrieren zu können.

 

  • Um ihre gute Position bei der Drittmitteleinwerbung zu behaupten und ihre Beteiligung an Landes-, Bundes- und EU-Programmen zu verbessern, will die FH Bielefeld den Aspekt der Existenzgründung bereits in den Curricula berücksichtigen, den Technologietransfer erleichtern und gemeinsam mit dem NRW-Patentverbund eine Patent- und Lizenzstrategie entwickeln. Außerdem sollen durch die Kooperation mit regionalen Bildungsträgern und durch die Einrichtung von Franchise-Studiengängen die Weiterbildungsangebote ausgebaut werden.

 

  • Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung soll ein Zentrum für interdisziplinäre Studien etabliert werden: Es soll fachbereichsübergreifende Studiengänge, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Schwerpunkte und Kompetenzplattformen betreuen.

 

  • Die Hochschule wird die Kooperation mit den regionalen Schulen durch gemeinsame Projekte mit Abschlussklassen (z.B. Hospitationen, Schulbesuche oder Lehrerberatungen) intensivieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Erhöhung des Frauenanteils in technischen Studiengängen gelegt.


Staatssekretär Krebs: "Die heute abgeschlossene Zielvereinbarung ist ein Beispiel für eine forschungsorientierte Profilbildung. Es ist der Fachhochschule Bielefeld gelungen, ihre Forschungs- und Entwicklungsleistungen sichtbar zu machen und Fächergrenzen innerhalb der Hochschule zu öffnen."