Bielefeld (fhb). Zur Summer School aus der ganzen Welt nach Bielefeld. 15 Studierende und drei Gastdozenten aus Europa, Asien, Russland sowie Nord- und Süd-Amerika nehmen derzeit an der "European Summer School" am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit teil. Zum fünften Mal hat die Lehreinheit Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld bereits ausländische Studierende nach Bielefeld eingeladen. Sechs Wochen lang lernen sie die Europäische Kultur näher kennen und beschäftigen sich intensiv mit den politischen und wirtschaftlichen Systemen der Union. Zum Unterricht an der FH gehören auch mehrere Exkursionen, die in die wichtigsten Machtzentren Deutschlands und Europas führen. Berlin und Frankfurt, haben die Studierenden bereits kennengelernt.
In der Summer School werden die Studiengäste an die Anforderungen von weltumspannenden Märkten herangeführt, wozu auch ein Verständnis der historischen und kulturellen Zusammenhänge gehört. Während ihrer Zeit in Bielefeld nehmen sie an Vorlesungen teil, die sowohl den historischen Prozess bis zur Gründung der Europäischen Union und den jetzigen politischen und sozialen Trend in Europa zeigen als auch die Europapolitik unter dem Aspekt der Wirtschaft und des Rechts betrachten. Die Seminare werden durch Unternehmensbesichtigungen und Exkursionen ergänzt.
Auch Studierende aus verschiedenen Studiengängen der FH Bielefeld sind bei der Summer School beteiligt und gestalten so die internationale Ausrichtung des Fachbereichs aktiv mit.
"Wir freuen uns, dass die Summer School in diesem Jahr aus so vielen verschiedenen Nationen besteht", zieht Professor Dr. Carsten Doerfert ein positives Fazit, der zusammen mit Professor Dr. Riza Öztürk die European Summer School leitet. Neben Gastdozenten von Partnerhochschulen aus Michigan in den USA, aus Vadodara in Indien und aus Vic in Spanien sowie aus Rotterdam sind Studierende aus den USA, Mexiko, Bolivien, China, Indien, Russland, der Türkei und Polen dabei.
Bislang haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Frankfurt besucht und dort mit einem Mitarbeiter der Bundesbank zum Thema "Euro-Zone" diskutiert. Ein dreitägiger Ausflug führte die 15 Studierenden außerdem in die Bundeshauptstadt Berlin. Einer der Höhepunkte war die Besichtigung des Reichstags, dem Sitz des deutschen Bundestags, mit einer Führung bis unter die gläserne Kuppel. Einen besonderen Einblick in die deutsche Geschichte bekamen sie beim Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, dem ehemaligen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit. Von 1951 bis 1989 wurden hier vor allem Republikflüchtlinge und Gegner des SED-Regimes inhaftiert sowie physisch und psychisch gefoltert.
Um die Europäische Dimension der Summer School abzurunden, wird sie in diesem Jahr durch einen Besuch in den Niederlanden vertieft. Neben dem Internationalen Gerichtshofs in Den Haag steht auch noch ein Besuch des größten Seehafens in Europa auf dem Programm: der Rotterdamer Europoort.
Um die Organisation der Summer School kümmern sich neben den Professoren Öztürk und Doerfert vor allem die Mitarbeiterinnen des Akademischen Auslandsamtes und Sandra Poltrock als internationale Koordinatorin der Lehreinheit Wirtschaft.