16.06.2010

Fachbereich Sozialwesen: Info-Tag

Unter dem Motto Der Fachbereich Sozialwesen - ein Platz zum Studieren! stellte der Fachbereich seine Studiengänge "Soziale Arbeit" und "Pädagogik der Kindheit" vor.

Einen Tag lang konnten die 60 Interessierte Seminare besuchen, individuelle Informationsgespräche führen und bekamen Eindrücke von den vielfältigen Aktivitäten im Fachbereich.

Immer noch sind es überwiegend Frauen, die sich für ein Studium in diesem Fachgebiet interessieren. Das spiegelte sich auch bei den Besucherinnen und Besuchern des Info-Tages wider. Emanuel, 24, ist einer der fünf männlichen Interessierten, er ist gelernter Bürokaufmann. Sein Interesse am Fachbereich ist sowohl familiär als auch aus eigener Erfahrung begründet: "Mein Vater arbeitet in diesem Bereich. Die Arbeit mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund interessiert mich besonders. Gerade in dem Bereich ist es wichtig, dass mehr Männer als Sozialarbeiter gezielt mit den Jungen arbeiten. Das will ich machen."
Die Studieninteressierten passgenau zu informieren und Hemmschwellen abzubauen, das waren die Kernanliegen des ersten Info-Tages, die Dekan Professor Holger Hoffmann auf den Punkt brachte. "Wenn Sie gleich die Bibliothek besuchen und all die vielen Bücher sehen, da kann ich Ihnen aus meiner Lebens- und Studienerfahrung beruhigend versichern: Nein, die müssen Sie NICHT alle lesen." Stattdessen sind Praxisorientierung und hervorragende Vernetzung mit den Einrichtungen der Region Kennzeichen des Studiums.

Die Hintergründe der Studieninteressierten sind vielfältig. Schulabgängerinnen und Schulabgänger und junge Menschen mit Berufsausbildung besuchten den Fachbereich und verschafften sich einen Eindruck von Studienbedingungen und Inhalten. Professorinnen Elke Schubert und Edith Burger skizzierten die Studienschwerpunkte und den Studienverlauf der beiden Bachelorstudiengänge "Soziale Arbeit" und Pädagogik der Kindheit". "Gerade die Praxisnähe und die Vereinbarkeit des Studiums mit dem Beruf sind wesentliche Argumente für ein Studium an der FH Bielefeld", hob Professorin Elke Schubert hervor. "Das Anerkennungsjahr, das beim Studium in Bielefeld vorgesehen ist, hilft Ihnen, wenn Sie später eine Leitungsfunktion in einer Einrichtung übernehmen werden." Das überzeugte die Anwesenden. Leiten kann man nur, wenn man die Praxis kennt. Das Anerkennungsjahr ist eine gute Möglichkeit, diese Erfahrungen zu sammeln. Das Lernen in Kleingruppen und die gute Betreuung durch Lehrkräfte, Tutorinnen und Tutoren stellen weitere Vorteile für Studierende dar.

Besonders hervorzuheben ist der künstlerische und mediengestalterische Schwerpunkt des Studiums in Bielefeld. Professorin Elke Schubert begründet das Alleinstellungsmerkmal des Bielefelder Studienmodells im Sozialwesen: "Sie werden starke Schultern und ein hohes Selbstbewusstsein brauchen, um Ihre Klienten später zu vertreten. Darum legen wir bei unserer Ausbildung großen Wert auch auf ästhetische Selbsterfahrung, damit die Zugänge zu den Klienten möglichst vielseitig angelegt sein können. Ästhetische Erfahrung kann da ein probates Mittel sein, um Menschen in schwierigen Situationen zu erreichen."
Vera, 24 fand die Einführung gelungen: "Das war sehr detailliert und hilfreich zur Orientierung."

Weitere Infos zum Studium: www.fh-bielefeld.de/fb4
Studienberatung: Bettina Sagebiel, bettina.sagebiel@fh-bielefeld.de , Tel.: 0521/106-7845