Der modifizierte Förderpreis, der in diesem Jahr auch die besten Studienleistungen des Grundstudiums des Studienganges Elektrotechnik berücksichtigt, wurde bisher dreimal von der PESAG verliehen. Er fördert vier Studierende aufgrund herausragender Studien- bzw. Diplomleistungen aus den Bereichen Regenerative Energien, Energieeinsparung, Elektrische Energietechnik sowie Energiewirtschaft. E.ON Westfalen Weser will mit dem Preis das praxisnahe und in seiner Art bundesweit einmalige Studienangebot der Fachhochschule (FH) Bielefeld unterstützen, die im Studiengang Elektrotechnik in zwei Vertiefungsrichtungen elektrische Energietechnik mit zukunftsträchtigen Inhalten wie Energiewirtschaft, Klimaschutzpolitik, Techniken der Regenerativen Energie sowie der effizienten Energienutzung kombiniert. Der Studiengang wurde erst kürzlich auf der "Renewables" von Bundesminister Jürgen Trittin als besonders zukunftsträchtig und innovativ benannt.
Im Rahmen einer Feierstunde in der Alten Hechelei im Bielefelder Ravensberger Park erhielten für die besten Leistungen im Grundstudium Birthe Schietzel aus Bad Oeyhausen sowie Henning Schröer aus Bielefeld den jeweils mit 750 € dotierten Förderpreis. Für die besten Diplomleistungen wurden der aus Hövelhof (Kreis Paderborn) stammende Dietmar Röring (1. Platz; 1.000 €) und die Gütersloherin Anja Marcinczik (2. Platz, 750 €) ausgezeichnet. Die vier Studierenden erhielten Urkunden und Prämien aus den Händen von E.ON Westfalen Weser-Vorstand Hans-Peter Villis und des Jury-Vorsitzenden Dr. Rolf Schwarze, Professor für Regenerative Energien, Energiewirtschaft und Energiepolitik an der FH Bielefeld. Über 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Hochschule wohnten der Preisverleihung bei. Den Festvortrag hielt Ute Schäfer, Ministerin für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW
Die beiden Preisträger des Grundstudiums überzeugten die Jury neben exzellenten Prüfungsleistungen durch eine überzeugende persönliche Präsentation. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo der erste Preis an eine Arbeit über die technische Konzipierung von Großwindanlagen ging, standen in diesem Jahr energiewirtschaftliche Fragestellungen im Fokus. Dietmar Röring beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit dem effizienten Einsatz von Druckluft in Industriebetrieben. Der Energietechniker, der nun beim Blomberger Unternehmen Phoenix Contact arbeitet, entwickelte für E.ON Westfalen Weser ein Mess- und Abrechnungskonzept für Druckluft-Contracting, mit dessen Hilfe die Endenergie Strom eingespart und somit die Energiekosten reduziert werden können. Anja Marcinczik, derzeit beschäftigt beim Bielefelder Unternehmen Schüco, erarbeitete für die Stadtwerke Bielefeld eine Marktanalyse für Contracting-Energiedienstleistungen in OWL, die ebenfalls einen effizienten Energieeinsatz zum Ziel hat.
Ministerin Ute Schäfer ging in ihrem Festvortrag auf die wichtige Rolle der Naturwissenschaften für die Schulbildung ein. "Wer mithelfen will, Probleme der Menschheit wie Treibhauseffekt und Energieknappheit, Umweltverschmutzung und schwere Krankheiten zu lösen, wer begreifen will, warum in diesen Tagen die Frage nach der Verantwortung des Wissenschaftlers zu einem so aktuellen und notwendigen Thema geworden ist, der benötigt ganz sicher fundierte Kompetenzen in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern," sagte Ministerin Schäfer. Die Förderpreise, die E.ON Westfalen Weser an besonders erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik vergebe, unterstützten auch die schulischen Bemühungen, die Attraktivität der naturwissenschaftlichen Fächer zu erhöhen.
E.ON Westfalen Weser unterstützt den Studiengang Elektrotechnik der FH Bielefeld, da dieser durch die modernen Inhalte und die hohe Praxisnähe neue Wege in der Ingenieurausbildung geht. E.ON Westfalen Weser Vorstandsmitglied Hans-Peter Villis: "Die bundesweite Vorreiterrolle in der Ausbildung von Energieingenieurinnen und -ingenieuren kommt der ganzen Wirtschaftsregion OWL und letztendlich auch unserem Unternehmen zu Gute. Das Resultat der Ausbildung sind Nachwuchskräfte mit Qualifikationen, die den Anforderungen von Energieversorgungsunternehmen, Ingenieurbüros und Herstellern von moderner Energietechnik in besonderem Maße entsprechen."
Der Koordinator der neuen Studienrichtung Professor Dr. Rolf Schwarze: "Seit 1997 wurden rund 150 Absolventen in der neuen Vertiefungsrichtung ausgebildet. Auf dem Arbeitsmarkt kommen die Absolventen sehr gut an." Dr. Rolf Schwarze, der auch Vorsitzender des Netzwerkes Energie Impuls OWL ist, möchte in Kooperation mit den anderen Hochschulen der Region und mit Unterstützung aus Wirtschaft und Politik das Studienangebot für Zukunftsenergien weiter ausbauen.
Weitere Informationen zum Studium:
Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10
33602 Bielefeld
fon 0521.106-7257
web www.fh-bielefeld.de/fb3, www.energiestudium.de
e-mail elektrotechnik@fh-bielefeld.de