28.10.2005

Drei Studierende der FH Bielefeld ausgezeichnet

E.ON Westfalen Weser verleiht Energy Award für hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der effizienten Energietechnik.

Der E.ON Westfalen Weser Energy Award hat sich als Auszeichnung für besondere Studienleistungen rund um die Energie in der Region Ostwestfalen-Lippe inzwischen fest etabliert. Bereits zum vierten Mal wurde der Förderpreis von E.ON Westfalen Weser verliehen, der 2001 gemeinsam mit Professor Dr. Rolf Schwarze von der Fachhochschule (FH) Bielefeld zur Förderung und Motivation Studierender ins Leben gerufen wurde. Während einer Feierstunde in der Schlossscheune im Schloß Brake bei Lemgo wurden insgesamt sieben herausragende Studierende für ihre Arbeiten mit Preisgeldern belohnt. Drei Auszeichnungen gingen an die Studierenden Wibke Brems, Nadine Hanke und Tobias Heitjohann aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Bielefeld.   Der Förderpreis von E.ON Westfalen Weser wurde in diesem Jahr ausgeweitet. Die Ausschreibung ging neben der Fachhochschule Bielefeld erstmals auch an die Fachhochschule Lippe und Höxter und an das Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH). Prof. Dr. Tilmann Fischer, Rektor der Fachhochschule Lippe und Höxter, begrüßte diese Entwicklung. "Es ist wichtig, dass Unternehmen wie E.ON Westfalen Weser über derartige Förderpreise ihr Interesse an der Ausbildung ihres akademischen Nachwuchses herausstellen", so Fischer, "Gerade die Fachhochschulen haben innerhalb des deutschen Hochschulsystems für die Zukunft unserer Wirtschaft und Gesellschaft eine maßgebliche Bedeutung. Schließlich wird an den Fachhochschulen mehr als 70 Prozent des Ingenieurnachwuchses in Deutschland ausgebildet." 

Die Nachfrage nach Energie steigt - bei immer knapper werdenden Ressourcen - exorbitant an. Der steigende Verbrauch von Energie trägt außerdem zu den weltweit steigenden CO2 -Emissionen und dem daraus resultierenden Klimawandel bei, dessen Einsetzen wir gegenwärtig mit wachsenden Unwetterkatastrophen weltweit spüren. Nicht zuletzt schnellen auch die Energiepreise in die Höhe und die Kosten belasten jeden einzelnen von uns immer stärker. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.

Im Zuge dieser Entwicklung erhält auf der einen Seite die Energieeffizienz einen immer höheren Stellenwert, denn Energie sparen entlastet Umwelt, Ressourcen und den Geldbeutel. Auf der anderen Seite setzt man vermehrt auf fortschrittliche Technologien zur Energieerzeugung und -verwertung und auf regenerative Energien. "Für E.ON Westfalen Weser als modernes Energiedienstleistungsunternehmen ist es unabdingbar, sich auf die Anforderungen des modernen Energiemarktes einzustellen.", so Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der E.ON Westfalen Weser, in seinem Grußwort zur Preisverleihung, "Das heißt, dass wir die Synergien mit Wissenschaft und Forschung nutzen und zukunftsträchtige Studiengänge und Projekte unterstützen - unter anderem durch die Verleihung unseres Förderpreises. Die Angebote der Fachhochschulen und die Strategien und Ziele unseres Unternehmens ergänzen sich hervorragend, daher ist es für uns selbstverständlich, uns für die Forschung der Fachhochschulen im Versorgungsgebiet zu engagieren. Energieeffizienz ist sowohl bei den teilnehmenden Fachhochschulen und Instituten, als auch in unserem Unternehmen seit Jahren ein zentrales Thema."

In diesem Jahr wurde der Energy Award in zwei Kategorien an insgesamt 7 Preisträger vergeben. In der Kategorie I wurden die drei besten Leistungen des Grundstudiums belohnt, in der Kategorie II wurden erstmals vier Preise vergeben: Prämiert wurden jeweils die beiden besten Diplomleistungen des Hauptstudiums unter dem Aspekt der Wissenschaft und unter dem Aspekt der Praxisorientierung.

Für die beste Studienleistung des Grundstudiums - berücksichtigt wurden die Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau und Architektur - erhielten André Tatzel (Höxter) von der Fachhochschule Lippe und Höxter, Tobias Heitjohann (Verl) von der Fachhochschule Bielfeld und Dirk Güth (Paderborn) von der Fachhochschule Lippe und Höxter je 500 Euro. Darüber hinaus unterstützt E.ON Westfalen Weser die Preisträger bei der Suche nach einem entsprechenden Praktikumsplatz oder einem Thema für die Studien- bzw. Diplomarbeit im E.ON-Konzern.

Der Festredner Dirk Hindrichs, Geschäftsführender Gesellschafter der Schüco International KG sprach zum Thema: Das Haus der Zukunft: "Weg von der Energieverschwendung - hin zur Energiegewinnung und -vermeidung". Er fasste einfach und prägnant zusammen, dass es nur einen Weg geben könne, die Energieversorgung der Zukunft sicher zu stellen. "Der erste logische Schritt ist, Energie zu sparen.", so Hindrichs, "Der zweite logische Schritt besteht darin, überall dort, wo es möglich ist, zusätzlich Energie zu gewinnen". Die diesjährigen Preisträger des Hauptstudiums trugen beiden Problemen mit ihren Arbeiten Rechnung.

Mit dem effizienteren Einsatz von Solarenergie beschäftigen sich die Diplomarbeiten der Energy-Award-Gewinner in der Kategorie "Beste Diplomarbeit unter dem Aspekt der Wissenschaft". Beide Preisträger fertigten Ihre Arbeiten am Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH). 1.000 Euro erhielt Martin Schaper (Osterode) für seine Untersuchung zur Steigerung des Wirkungsgrades von Solarzellen und der damit verbundenen Senkung der Stromgestehungskosten. "Eine entscheidende Voraussetzung zur langfristigen Etablierung der Energiegewinnung aus Sonnenlicht ist die Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Solarstroms durch Verringerung der Herstellungskosten der Solarzellen", so Schaper, "An diesem Punkt setzt meine Arbeit an." Peter Pärisch (Hameln), ebenfalls vom Institut für Solarenergieforschung, verglich in seiner Arbeit drei solarthermische Systeme mit dem Ziel, eine Methode zu entwickeln, um Störungsursachen in Solarsystemen zeit- und kosteneffizient aufspüren zu können. Er erhielt für seine Arbeit ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro.

Auch Nadine Hanke (Leopoldshöhe), Erstplatzierte in der Kategorie "Beste Diplomarbeit unter dem Aspekt der Praxisorientierung", arbeitete zur Solarthermie. Sie verglich bei der Fachhochschule Bielefeld acht verschiedene Anlagenvarianten zur solaren Brauchwassererwärmung unter dem Aspekt der Energie- und Kosteneffizienz. Für ihre "Sensitivitätsanalysen zur optimierten Brauchwassererwärmung solarthermischer Kleinanlagen" wurde sie mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro belohnt. Die Gütersloherin Wibke Brems erhielt 750 Euro für ihre Untersuchung zum energiesparenden Betrieb im Bildungszentrum Gelsenkirchen unter Berücksichtigung von Strom und Wärme. "Ein Aspekt meiner Diplomarbeit an der Fachhochschule Bielefeld war vor allem die Untersuchung der Beleuchtungssituation in der im Bildungszentrum untergebrachten Bibliothek.", so Brems, "Ich konnte enorme Einsparpotentiale in den untersuchten Bereichen Strom und Wärme herausarbeiten".

Gemeinsam mit Hans-Peter Villis übergab Klaus Meyer, Geschäftsführer von Energie Impuls OWL, die Preise. Das Netzwerk Energie Impuls OWL mit Sitz in Bielefeld setzt sich für die Intensivierung der Anwendung von Zukunftsenergien ein. "Wir fördern den Ausbau des Wissens- und Projektnetzwerkes für Unternehmen, Bildung und Institutionen und setzen uns unter anderem dafür ein, junge Leute für Energieberufe zu motivieren", so Klaus Meyer, "Hierzu leistet der Energy Award einen wichtigen Beitrag".

Pressemitteilung: E.ON Westfalen Weser AG