16.11.2006

E.ON Westfalen Weser verleiht Energy Award 2006: Preisträger für beste praxisorientierte Diplomarbeiten kommen von der FH Bielefeld

Mirjana Strahinovic (26) und Gabriel Neumeyer (29) von der Fachhochschule (FH) Bielefeld haben den renommierten E.ON Westfalen Weser Energy Award 2006 als Auszeichnung für besondere Studienleistungen rund um die Energie erhalten.

Aus den Händen von Meinolf Päsch, Unternehmenssprecher E.ON Westfalen Weser, und Staatssekretär Michael Müller, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, nahmen die Preisträger in der Kategorie "Beste Diplomarbeit unter dem Aspekt der Praxisorientierung" die mit 1.000 und 750 Euro dotierten Preise entgegen.   

Beste Diplomarbeit unter dem Aspekt der Praxisorientierung
Mit dem effizienten Einsatz von Solartechnik in Chile beschäftigte sich die Diplomarbeit des Energy-Award-Gewinners. Gabriel Neumeyer fertigte seine Arbeit am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an und erhielt für den ersten Platz 1.000 Euro für seine Untersuchung der Rahmenbedingungen, des Potenzials und der Pilotprojekte von Solartechnik in Chile. "Es bieten sich dort für die Solarenergienutzung hervorragende klimatische Bedingungen", so Neumeyer als Resultat, "dadurch könnte in Chile ein wesentlicher Anteil der Energieversorgung gedeckt werden und zur dauerhaften Lösung der Versorgungsprobleme des Landes beitragen."

In dieser Kategorie erhielt Mirjana Strahinovic für den zweiten Platz ein Preisgeld von 750 Euro für ihre "Entwicklung eines Prüfstandes zur Optimierung eines Wärmeaustauschers für einen luftgekühlten Kondenstrockner" (Kondenstrockner bzw. Luftentfeuchter saugen feuchte Luft ein und kühlen diese stark ab, so dass der Wasserdampf kondensiert). Diese praktische Diplomarbeit im Fachbereich Maschinenbau entstand im Bereich Konstruktion und Entwicklung bei dem Unternehmen Miele in Gütersloh. Es wurde ein Prüfstand entwickelt, mit dessen Hilfe die Leistung eines Wärmeaustauschers für einen Kondenstrockner beurteilt und so optimiert wurde, dass Energie gespart werden kann.

Der Förderpreis von dem Energieversorger E.ON Westfalen Weser wurde in diesem Jahr weiter ausgeweitet. Die Ausschreibung ging neben der Fachhochschule Bielefeld, der Fachhochschule Lippe und Höxter und das Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH) erstmals auch an die Universität Paderborn. In diesem Jahr wurde der Energy Award an sechs Preisträger vergeben. Berücksichtigt wurden dabei Diplomarbeiten aus den Studiengängen Elektrotechnik, Maschinentechnik/Mechatronik, technischen Umweltschutz und Architektur. Prämiert wurden jeweils die drei besten Diplomleistungen des Hauptstudiums unter dem Aspekt der Wissenschaft und unter dem Aspekt der Praxisorientierung.

Im Rahmen einer festlichen Verleihung in der Weserberglandhalle wurden diese Preisträger geehrt. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Michael Müller, hielt die Festrede und sprach über das aktuelle Thema "Energieeffizienz als Konzept für die Zukunft". Anschließend übergab Meinolf Päsch, Unternehmenssprecher der E.ON Westfalen Weser, gemeinsam mit Klaus Meyer, Geschäftsführer von Energie Impuls OWL und Juryvorsitzender, die Preise. Das Netzwerk Energie Impuls OWL mit Sitz in Bielefeld setzt sich für die Intensivierung der Anwendung von Zukunftsenergien ein. "Wir fördern den Ausbau des Wissens- und Projektnetzwerkes für Unternehmen, Bildung und Institutionen und setzen uns unter anderem dafür ein, junge Leute für Energieberufe zu motivieren", so Klaus Meyer, "hierzu leistet der Energy Award einen wichtigen Beitrag."

Für E.ON Westfalen Weser ist es selbstverständlich, sich für die Forschung der Hochschulen in der Region zu engagieren. Als ein modernes Energiedienstleistungsunternehmen sieht E.ON Westfalen Weser es als seine Pflicht an, zukunftsträchtige Studiengänge und Projekte zu fördern und sein Interesse an die Ausbildung des akademischen Nachwuchses auszudrücken. Dieses Engagement zeigt sich durch die Verleihung des Energy Awards. Professor Dr.-Ing. Brendel, Geschäftsführer des Instituts für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal, unterstrich bei seinem Grußwort die Notwendigkeit des der Förderung des Ingenieurnachwuchses, denn "die Konkurrenz in unserer Branche ist sehr hoch: Es sollte uns zu denken geben, dass allein China die zehnfache Zahl an Ingenieuren ausbildet wie Deutschland."