01.08.2001

Neue Spritzgießmaschine erweitert Leistungsangebot in Lehre und Forschung

Das Labor für Kunststofftechnik des Fachbereichs Maschinenbau der Fachhochschule (FH) Bielefeld verfügt über eine neue Spritzgießmaschine.

Mit der 280.000 DM teuren Mehrkomponentenmaschine des Maschinenherstellers Ferromatik aus Malterdingen können zwei verschiedene Kunststoffe gleichzeitig verarbeitet werden. Damit ist das Labor des Fachbereichs Maschinenbau auf diesem Gebiet ein kompetenter Ansprechpartner für die heimische Industrie. "Erste Projekte", so der Leiter des Labors Professor Dr.-Ing. Christoph Jaroschek, "sind bereits eingeleitet: Die Unternehmen Möllergroup (Bielefeld) und DaimlerCrysler (Ulm) beteiligen sich an einem Projekt, bei dem wir das Verzugsverhalten von flächig überspitzten Bauteilen untersuchen. Wir können mit praktischen Versuchen und Simulationsrechungen den Entwicklern bei der Auslegung von Bauteilen helfen."

Die Neuanschaffung, die in der Lehre und Forschung eingesetzt wird, verfügt über spezielle Verfahren: "Overmolding", ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoffteilen aus zwei verschiedenen Kunststoffen (z.B. Kasten mit integrierter Dichtung, Zahnbürsten), und "Sandwichmolding", ein Verfahren zur Verarbeitung von Regeneraten, die in das Innere eines Kunststoffteils eingespritzt werden und an der Formteiloberfläche nicht sichtbar sind. Mit der Mehrkomponentenmaschine kann der Fachbereich Maschinenbau hochmoderne Kunststoff-Verarbeitungsverfahren demonstrieren und entwickeln - die Studierenden der Studienrichtung Kunststofftechnik können bei der Anfertigung der Diplomarbeiten und bei den Laborübungen neueste Technologie einsetzen, die sie fit für den Beruf machen.