07.05.2014

„Innovation ist immer ein Wagnis“

Professorin Swetlana Franken hatte zur dritten Konferenz „Wissen, Ideen, Innovationen“ geladen.

Bielefeld (fhb). Wie managed man die "Industrie 4.0" oder eine "Intelligente Fabrik"? Zu welchen Veränderungen müssen Unternehmen bereit sein, um erfolgreich auf die zunehmende Automatisierung, Optimierung und komplette Vernetzung ganzer Produktionsstätten und -abläufe reagieren zu können? Fragen wie diese, hatte Professorin Dr. Swetlana Franken vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der Fachhochschule Bielefeld auf die Agenda gesetzt. Beantwortet wurden sie bei der Konferenz "Wissen, Ideen, Innovationen: Veränderungsprozesse managen" von Experten aus der Wissenschaft und Praxis. Sie waren am Dienstag, 6. Mai, der Einladung zur Konferenz ins Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF) gefolgt.

"Diese Tagung hat immer etwas mit Menschen, Gesellschaft und Veränderungen zu tun und behandelt Themen, die uns jeden Tag angehen", begrüßte Dekan Professor Dr. Uwe Rössler die Gäste und Studierenden. Bereits zum dritten Mal hatte Professorin Franken Wissenschaftler und Praktiker zusammengebracht, um sich über die aktuellen Trends in der Innovations- und Ideenarbeit auszutauschen. Dieses Mal ging es vor allem darum, dass sowohl kleine als auch große Unternehmen sich mit dem "lebenslangen Lernen" auseinandersetzen müssen. Denn jede technische, geschäftliche oder personelle Veränderung bringe neues Wissen für ein Unternehmen mit sich, das verwaltet und genutzt werden müsse. "Dieses Wissensmanagement bestimmt die Innovationsfähigkeit des Unternehmens", erklärte Professorin Franken zu Beginn der Konferenz.

Sieben Referentinnen und Referenten von Hochschulen und Unternehmen aus der Region, aber auch "von den ganz Großen", wie Dekan Rössler die Konferenzteilnehmer auf das Thema einstimmte, berichteten aus der Praxis. So sprach etwa Thorsten Gänsch als  Leiter des Ideenmanagements der Deutschen Bahn über den "Wandel im Ideenmanagement" seines Unternehmens. Uwe Lück, Referent für Technologie und Innovation der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, sprach hingegen über die Auswirkungen der Innovationskultur auf Netzwerke. Als Beispiel-Netzwerk betrachtete er, wie "Unternehmen und Hochschulen in Ostwestfalen gemeinsam den technologischen Wandel beschreiten". Außerdem dabei waren Annette Blöcher (Professorin für Unternehmensführung der FH Köln), Pirka Falkenberg (Leiterin Ideenmanagement Konzern VW) und Dr. Eberhard Niggemann (Leiter Weidmüller Akademie), Dr. Sybille Reichert (Professorin für psychologische Grundlagen, Arbeits- und Organisationspsychologie an der FH Bielefeld) sowie Dr. Rolf Franken (Professor für Unternehmensführung an der FH Köln) mit seiner Mitarbeiterin Olivia Macolic.

"Innovation ist immer ein Wagnis", sagte Swetlana Franken. Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Unternehmen ihr Wissen weitergeben, wie sie mit den Veränderungen umgehen.