Institut für Buchgestaltung zum dritten Mal auf der Buchmesse in Leipzig
14. bis 17. März: Messeteam orientiert sich bei der Stand-Gestaltung am preisgekrönten Erstwerk-Konzept.
Bielefeld (fhb). Das Institut für Buchgestaltung (IFB) wird in diesem Jahr den Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld zum dritten Mal auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Vom 14. bis 17. März werden in Halle 3, G 601 (Buch & Art), auf 40 Quadratmetern Ausstellungsfläche die schönsten Bücher des Erstwerk-Wettbewerbs und aktuelle Publikationen aus den Fachrichtungen Mode, Foto und Kommunikationsdesign ausgestellt. Erstwerk ist ein im Jahr 2007 vom IFB erstmals ausgerichteter Wettbewerb für Buchgestaltung.
Das aktuelle studentische Messeteam, bestehend aus Arne Vogt, Clarissa Becker, Laura Fronterré, Katerina Trakakis, Maria Arndt, Paul Schwaderer, Philipp Murday und Svenja Wittmann, sowie die Lehrenden Dirk Fütterer, Nils Hoff und Pierre Smolarski werden den Stand in Leipzig betreuen. Im Unterschied zur Frankfurter Buchmesse sei die Leipziger Messe "nicht so kommerziell und gerade für Hochschulen wegen der Sonderkonditionen erschwinglich", so Typograf Fütterer, der die Messe in Sachsen als "enorm wichtig für die Branche" einstuft.
Der FH-Messeauftritt und der Erstwerk-Wettbewerb gehen dieses Jahr konzeptionell sowie gestalterisch Hand in Hand. So hat sich das Messeteam in der Gestaltung des Standes am preisgekrönten Erstwerk-Konzept orientiert. Den Wettbewerbs-Entwurf eingereicht hatten die Gestalterinnen Katerina Trakakis und Svenja Wittmann. Durch Elemente wie schwarze Thumbnails und geblockte oder geflatterte Quer-Balken, die für gewöhnlich zum Einsatz kommen, um Layoutstrukturen eines Buchkonzepts zu stilisieren, inszenierten sie archetypische Buchformen und entwickelten eine Plakatserie. Ganz besonders freut sich das IFB, dass diese mit einem ›Certificate of Typographic Excellence‹ vom Type Directors Club New York prämiert wurden. Denn der TDC Design Award gehört weltweit zu den wichtigsten Auszeichnungen für Kommunikationsdesign und Typografie.
Dem IFB ist stets daran gelegen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kooperationen mit Verlagen, Medienunternehmen und anderen Hochschulen zu intensivieren. Das IFB ist fachlich breit aufgestellt. So wirken die Professoren Dirk Fütterer, Andreas Beaugrand, Nils Hoff und Uwe Göbel und der Rhetoriker Pierre Smolarski als Lehrende am Institut, das "selbstredend durch seine engagierten Studierenden getragen wird", meint Dirk Fütterer.
Das IFB wurde mit dem Ziel gegründet, buchgestalterische und konzeptionelle Projekte zu betreuen, sie zu erforschen und zu fördern. Das Hauptinteresse gilt der künstlerisch-gestalterischen und funktionalen Weiterentwicklung der analogen und digitalen Lesemedien. Fütterer: "Das Buch ist nicht in der Krise. Es gibt gute Gründe für das E-Book, aber natürlich auch für das traditionelle, gebundene Buch, das man gerne in die Hand nimmt." Also kein Verdrängungswettbewerb, sondern vielmehr Ergänzung. Fütterer: "Die Anzahl der Buchtitel wird nicht weniger, und für uns Gestalter gibt es reichlich zu tun." Paperback-Ausgaben produziert man am IFB allerdings nicht. Dann schon lieber hochwertige Unikate. Zu sehen in der kommenden Woche auf der Leipziger Buchmesse.