FH Bielefeld kooperiert mit Universität Metz: Gemeinsamer Studiengang Produktentwicklung mit Doppelabschluss
Die Fachhochschule (FH) Bielefeld wird mit der Universität Metz einen europäischen Studiengang im Bereich der Produktentwicklung einrichten.
Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten jetzt Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, Rektorin der FH Bielefeld, und Professor Richard Lioger, Präsident der Universität Metz (Frankreich) im Rahmen einer Feierstunde in Metz. Im neuen Studiengang Génie Mécanique et Productique/Produktentwicklung können Studierende einen in beiden Ländern anerkannten Abschluss erhalten. Mindestens drei Semester studieren die angehenden Ingenieure dabei an der jeweiligen Partnerhochschule. Studierende des Studiengangs Produktentwicklung der FH Bielefeld können nach zwei Semestern in Metz ihr Studium fortsetzen und dort nach weiteren zwei Semestern ein erstes Universitätsdiplom erwerben. Während des Hauptstudiums in Bielefeld ist ein weiterer Aufenthalt in Frankreich in Form eines Praxissemesters in einem Industrieunternehmen vorgesehen.
Seit fast 10 Jahren arbeiten die FH Bielefeld und die Universität Metz zusammen. Der jetzt unterzeichnete Kooperationsvertrag solle, so Rennen-Allhoff, "die Zusammenarbeit formalisieren, sie personenunabhängiger und verbindlicher machen". Weitere Perspektiven für die Zusammenarbeit ergäben sich in den kommenden Jahren in der Abstimmung bei der Konzeption von Bachelor und Masterstudiengängen.
Neben den fachbezogenen Veranstaltungen werden den Studierenden des neuen Studiengangs Sprachkurse und Kurse zur Vermittlung der jeweiligen Kultur angeboten. Das neue Studienangebot verbessere die beruflichen Chancen der Studierenden erheblich, betonen Rennen-Allhoff und Professor Dr. Friedrich Baumjohann, Koordinator für den neuen Studiengang am Fachbereich Mathematik und Technik. Durch die langjährige Zusammenarbeit von Professor Fressengeas und Professor Dr. Baumjohann ist der neue Studiengang initiiert worden. Den deutschen Studierenden eröffneten die französischen Anteile Wege nach Nordafrika und Südostasien, die deutschen Anteile bedeuteten für die französischen Studierenden vor allem eine Erweiterung ihrer Möglichkeiten nach Mittel- und Osteuropa.
In ihrer Ansprache unterstrich Rennen-Allhoff die Bedeutung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages, der vor 40 Jahren unterzeichnet wurde, für den Bereich Kultur und Bildung. Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist die deutsch-französische Hochschule (DFH), ein Verbund von Mitgliedshochschulen aus Deutschland und Frankreich. Die Hochschule ist eine völkerrechtliche Einrichtung und wurde 1997 durch ein Regierungsabkommen gegründet. Sie bietet zur Zeit 115 deutsch-französische Studienprogramme an. Der neue Studiengang soll in das Angebot der DFH aufgenommen werden. Ein entsprechender Antrag der beiden Hochschulen ist in Vorbereitung.