17 Studierende haben sich mit dem Thema "100 Jahre Jugendherbergen" auseinandergesetzt und ihre Abschlussarbeiten beim wissenschaftlichen Wettbewerb des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) eingereicht. Auf der Mitgliederversammlung des DJH wurden nun die Preisträger ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an Till Johannes Bräkling, Absolvent des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Er befasst sich in seiner Diplomarbeit "Entwicklung und Evaluation eines nachhaltigen Bildungskonzeptes für Kinder und Jugendliche" mit einem Programm, das er für die Jugendherberge Lüneburg ausgearbeitet hat. Das Konzept "Shoppen, Surfen, Simsen" soll Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren für eine kritische Betrachtung von Konsum und Medien sensibilisieren. Mit dem Bildungskonzept wurde die Jugendherberge zum Kulturerlebnistreff zertifiziert.
"Ein solcher Wettbewerb stellt einen Baustein zur dauerhaften Kooperation der Jugendherbergen mit der Wissenschaft dar", betonte die DJH-Vorsitzende Angela Braasch-Eggert. Professor Jürgen Reulecke, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des DJH, zeigt sich überzeugt von der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas Jugendherbergen: "Die intensive Auseinandersetzung des wissenschaftlichen Nachwuchs mit den Jugendherbergen und dabei insbesondere die Interdisziplinarität der Beiträge zeigen, dass die Jugendherbergen auch in der heutigen Gesellschaft einen breiten Widerhall finden." Tatsächlich ist es eine der Zukunftsstrategien der gemeinnützigen Einrichtung, die eigene gesellschaftliche Bedeutung und Zukunftsfähigkeit immer wieder in einem intensiven Dialog mit verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen zu diskutieren und damit nicht zuletzt jungen Nachwuchsakademikern ein entsprechendes Forum zu bieten. Eine Strategie, die erwarten lässt, dass die Idee der Jugendherbergen auch in den nächsten 100 Jahren an Bedeutung nicht verlieren wird.