Vom 13. bis zum 30. Januar hat die Fachhochschule Bielefeld im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit ihr Studienangebot in Auszügen im Rahmen der Reihe "Fachhochschulwochen" vorgestellt. Rund 180 Interessierte kamen, um sich - neben den Fachinformationen zu Bachelor- und Masterstudiengängen - auch über Themen wie Zulassungsvoraussetzungen, Studieninhalte und berufliche Perspektiven zu unterhalten. Als Referenten agierten zumeist die Studiengangsleiter.
Prof. Dr. Jörg-Michael Keuntje, Wirtschaftsinformatiker und zugleich Beauftragter der FH Bielefeld zur Betreuung der Schnittstelle Schule - Fachhochschule, hatte die Hochschulwochen mit einer Positionsbestimmung unter dem Titel "Kreativität, Wissenschaft, Praxis" eröffnet. Er verwies unter anderem auf die Unterschiede zwischen einem FH- und einem Universitätsstudium, erörterte die Möglichkeiten eines Auslandsstudiums, hob insbesondere die dualen und die Verbundstudiengänge hervor und gab einen Überblick über alle 47 Studiengänge an der FH Bielefeld.
Konkret vorgestellt wurden dann in den folgenden zwei Wochen die Studiengänge International Studies in Management, Wirtschaftspsychologie, Informatik, Wirtschaftsrecht, Gesundheits- und Krankenpflege, Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Architektur, Bauingenieurwesen, Projektmanagement Bau, Projektmanagement Infrastruktur/Logistik, Regenerative Energien, Soziale Arbeit, Pädagogik der Kindheit, das praxisintegrierte Studium am Campus Minden und am Studienort Gütersloh, Ingenieurinformatik, Angewandte Mathematik, Apparative Biotechnologie, Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Gestaltung und Betriebswirtschaftslehre.
Am letzten Info-Tag hatte Thomas Flachmeier aufmerksam zugehört, als Professor Dr. Hubertus Wameling und seine Kollegin Dr. Andrea Kaimann den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vorstellten. Der 25-jährige Maschinenbauer hat bereits seinen Meister gemacht und überlegt, nun ein Studium an der FH Bielefeld auf seine Berufserfahrung folgen zu lassen. Dass der Studiengang auf Flachmeiers bisherige praktische Erfahrung im Technikbereich aufbaut, bestätigte Wameling: "Der Wirtschaftsingenieur ist interdisziplinär angelegt. Er besteht zu gleichen Teilen sowohl aus kaufmännischen Inhalten als auch aus technischem Wissen." Er wies auf die guten Jobchancen der Absolvierenden hin: "Die Produktlebenszyklen sind sehr kurz. Ein Handy wird in der Regel nur bis zu elf Monaten verwendet, dann kaufen viele Menschen schon wieder ein Neues."
Fähigkeiten, die ein studierter Wirtschaftsingenieur am Ende habe, seien unter anderem Managementkompetenzen, Kostendenken und Sprachkenntnisse. Menschen mit Matheschwäche sollten von dem Studiengang allerdings besser Abstand nehmen, da dort viel mit Zahlen gearbeitet werde, warnte Dr. Wameling.
Chris Klinksiek, 21 Jahre alt, hatte genau zugehört: "Die Veranstaltung war sehr informativ. Ich wollte mir erst einmal anhören, was das genau ist. Gerade mache ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Danach will ich auf jeden Fall in Richtung Wirtschaft studieren. Was genau es wird, weiß ich allerdings noch nicht."
Die durchweg positive Resonanz auf das Info-Angebot bestätigt das Konzept der Veranstaltergemeinschaft. Die Zusammenarbeit zwischen der Bundesagentur für Arbeit und der FH Bielefeld existiert mittlerweile seit mehr als 15 Jahren. Die "Fachhochschulwochen" wurden seitens der FH vom Team der Zentralen Studienberatung betreut.