"Modern, effizient, innovativ, nachhaltig, ökologisch und barrierefrei"
Wettbewerb: Studierende der Fachbereiche 2 und 3 erarbeiten Konzepte für ein FH-Gebäude im 'Klimapark Rietberg'
Bielefeld (fhb). Die Idee macht Sinn, der Wettbewerb auch: Ein Konzept für ein kleines Gebäude der Fachhochschule Bielefeld auf dem Gelände des 'Klimaparks Rietberg' sollte erstellt werden. 13 Studierende ließen ihre Köpfe rauchen, acht von ihnen aus dem Mindener Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen, fünf aus dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM). Herausgekommen sind Entwürfe, die jetzt von einer Jury begutachtet wurden und allesamt das Prädikat "wertvoll" erhielten. Zwei der Entwürfe stehen zur Realisierung an.
Der 'Klimapark Rietberg' wurde Mitte vergangenen Jahres offiziell eröffnet. Das etwa 12.000 Quadratmeter große Gelände ist in den Gartenschaupark Rietberg integriert und eine der Aktivitäten der Stadt Rietberg in Sachen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Die Fachhochschule Bielefeld ist dabei einer von 14 aktiven Partnern und profitiert selber: Ausgestellt sind hier unter anderem funktionstüchtige Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das spricht die Studierenden des Studiengangs Regenerative Energien ganz besonders an, weshalb Studiengangsleiterin Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp zu den Gründungsmitgliedern des 'Klimaparks' gehört.
Die Kooperationspartner sind recht ambitioniert, wie man ihrer Homepage im Internet entnehmen kann: "Ziel des Klimaparks ist die Schaffung eines Informations- und Technologiezentrums für alle Facetten des Klimaschutzes, um so den jährlich rund 250.000 Gästen des Gartenschauparks in einer pädagogisch didaktisch ansprechenden Form die Möglichkeiten und Chancen eigener Aktivitäten zum Klimaschutz und zur regenerativen Energieerzeugung nahezubringen."
Jetzt also die Aufwertung der FH-Beteiligung durch Entwürfe für eine eigene Präsenz vor Ort. "Autark, anschaulich, effizient und komfortabel", so die Vorgaben fürs Gebäude. Weitere Ansprüche, die die Stadt als Auslobende definierte: "Modern, effizient, innovativ, nachhaltig, ökologisch und barrierefrei". Mehr geht kaum, jedenfalls nicht für Studierende, die Mitten im Studium stehen.
Das Gebäude soll multifunktional genutzt werden: zu Forschungszwecken, zum Unterrichten von Kindern, als Arbeits-, Ausstellungs- und Vortragsort, als Platz für Präsentations- und Repräsentationszwecke der FH.
Sämtliche Entwürfe hielten sich an die Vorgaben und hatten natürlich "Erneuerbares" im Sinn: Regenwassernutzung, Dämmung mit Recyclingprodukten, Glasflächen zur Licht- und Wärmenutzung, intelligente Haustechnik, Fallrohrturbine, Solarthermie, Windkraft, Luftwärmepumpe und LED-Beleuchtung. Allesamt "kreative Energiekonzepte", wie Professorin Schwenzfeier-Hellkamp feststellte, die in der Jury saß neben Bürgermeister Kuper, Daniel Werner vom Fachbereich IuM und Prof. Dr. Joachim Bahndorf, Vizepräsident der FH Bielefeld.
Gewinner gab es auch. Gemeinsam erstplatziert wurden die Entwürfe von Özcan Yamanyilmaz und Michael Tuzimek sowie Daniel Droste und Tobias Breder. Es folgten Katja Flicke und Tobias Bollmann und auf dem dritten Platz Kristof Lohmeyer und Kevin Lück. Unterstützt wurden diese angehenden Projektmanager von ihren IuM-Kommilitonen Christina Bleiker, Kathrin Lüking, Patrick Ribbe, Timo Schridde und Yvonne Strzys aus dem Studiengang Regenerative Energien. Fazit Schwenzfeier-Hellkamp:"Beide Fachbereiche sind offen für zukünftige Kooperationen, weil die interdisziplinäre Zusammenarbeit hier so überaus positiv geklappt hat."
Auch Bürgermeister Kuper und sein Klimaschutzbeauftragter Rüdiger Ropinski sind guter Dinge: "Wir freuen uns auf die nächste Projektphase", so Rietbergs Stadtoberhaupt.