Minden (fhb). Neu auf dem Campus Minden am Fachbereich Technik im Aufbau: Prof. Dr. Carsten Gips (38), der zum 1. November die Professur für das Lehrgebiet ‚Programmiermethodik‘ übernommen hat. Seine Interessen liegen insbesondere auf den Gebieten Systematische Softwaretests, Softwarequalität, Skript-Sprachen, Websysteme, Algorithmen und Datenstrukturen, Künstliche Intelligenz, Theoretische Informatik, Betriebssysteme und Datenschutz.
Carsten Gips studierte an der Technischen Universität (TU) Berlin 'Technische Informatik'. Von 2000 bis 2005 war er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Informatik, dem heutigen Institut für Software Engineering und Theoretische Informatik. Sein Spezialgebiet damals: die Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI).
2007 wurde er an der TU Berlin mit seiner Arbeit zur "Anwendung von Verfahren des Maschinellen Lernens und von Evolutionären Algorithmen bei der räumlichen Inferenz" promoviert. Ein Jahr zuvor war er zu einem Engineering-Dienstleister gewechselt und hatte sich unter anderem mit dem modellbasierten Test automobiler Steuergeräte-Software und der Erstellung von Fahrversuchen für LKW-Steuerungssysteme befasst. Hier arbeitete er zudem über mehrere Jahre im Forschungsprojekt TEMEA.
2010 dann der Wechsel zur Volkswagen-Tocher Carmeq GmbH, wo er sich insbesondere um das Standardisierungsprogramm AUTOSAR kümmerte: Change Management und Softwareentwicklung standen nun im Mittelpunkt seiner Arbeit. Insbesondere im Projekt "Umfassende Anpassung/Erweiterung des Open-Source Bugtrackers Bugzilla für AUTOSAR", das unter seiner fachlichen Leitung stand, nahm Professor Gips gleichzeitig eine zentrale Rolle als Hauptentwickler in den Bereichen Anforderungsmanagement, Design, Implementierung, Test, Migration, Roll-Out und Support ein. Insbesondere im Projekt "Umfassende Anpassung/Erweiterung des Open-Source Bugtrackers Bugzilla für AUTOSAR", das unter seiner fachlichen Leitung stand, nahm Professor Gips gleichzeitig eine zentrale Rolle als Hauptentwickler in den Bereichen Anforderungsmanagement, Design, Implementierung, Test, Migration, Roll-Out und Support ein.
Prof. Dr. Carsten Gips, der Rennradfahren und Chor-Singen zu seinen liebsten Hobbys zählt, meint über sein Hochschul-Engagement: „In der Praxis kommt das Thema Softwarequalität und -test leider oft zu kurz, mit entsprechenden negativen Folgen und Kosten für die Nutzer, aber auch für den Hersteller. Mir liegt es am Herzen, in der zukünftigen Generation der Entwickler und Entscheider das Bewusstsein für das komplexe Thema Softwarequalität und systematischen Test zu wecken.“ Seine Studierenden werden als erste davon profitieren.