Bielefeld (fhb). Der gebürtige Hamburger studierte, nach Abitur und Zivildienst, in Heidelberg an der Ruprecht-Karls-Universität Psychologie mit Nebenfach Informatik. Direkt im Anschluss an das Studium nahm er 2001 eine Tätigkeit auf als wissenschaftlicher Mitarbeiter am damaligen Münchener Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in der Nachwuchsgruppe "Kognitive Robotik". Seitdem beschäftigt er sich mit adaptiven Robotik-Systemen, die aus eigenen Erfahrungen lernen können.
Diese Arbeiten setzte er 2003 an der Universität Bielefeld in der Arbeitsgruppe Technische Informatik unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Möller fort. Schenck wurde 2008 in diesem Themengebiet mit einer Doktorarbeit über "Adaptive Internal Models for Motor Control and Visual Prediction" promoviert. Außerdem war er an der Universität stark in der Lehre engagiert und entwickelte unter anderem einen angewandten Robotik-Kurs und, nach der Promotion, ein eigenständiges Lehrmodul über das Hochleistungsrechnen auf Grafikprozessoren ("GPU-Computing").
Das Thema Hochleistungsrechnen führte ihn dann an das Jülich Supercomputing Centre (JSC) am Forschungszentrum Jülich. Dort war er vom 2013 an wissenschaftlicher Mitarbeiter im Simulation Laboratory Neuroscience. Sein Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung von Software für neurowissenschaftliche Simulationen, die für aktuelle und zukünftige Supercomputer-Architekturen geeignet ist. Am JSC war Dr. Schenck außerdem in der Doktoranden- und Mitarbeiterfortbildung im Bereich GPU-Computing aktiv.