Die Wahlen der Dekane in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Mathematik und Technik der Fachochschule (FH) Bielefeld sind abgeschlossen.
Die Wahlen der Dekane in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Mathematik und Technik der Fachochschule (FH) Bielefeld sind abgeschlossen. Professor Dr. Bernd-Josef Schumacher wurde erneut zum Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik gewählt. Wieder gewählt wurde auch sein Stellvertreter Professor Dr.-Ing. Roland Rössler. In den Fachbereichen Maschinenbau sowie Mathematik und Technik hat es hingegen einen Wechsel gegeben. Das Amt des Dekans im Fachbereich Maschinenbau hat Professor Dr.-Ing. Ralf Hörstmeier übernommen. Zu seinem Stellvertreter wurde Professor Dr.-Ing. Wolf-Berend Busch gewählt. Den Fachbereich Mathematik und Technik wird künftig ein Dekanat*) leiten: Neuer Dekan ist Professor Dr.-Ing. Axel Rosemann. Zu Prodekanen gewählt wurden Professor Dr. math. Friedrich Biegler-König für den Studiengang Mathematik und Professor Dr.-Ing. Reinhard Kaschuba für den Studiengang Produktentwicklung.
Professor Dr. Bernd-Josef Schumacher vertritt im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik das Lehrgebiet Elektrische Mess-, Steuerungs- und Antriebstechnik. Nach dem Studium der Physik und Mathematik an der Universität Köln war Schumacher von 1976 bis 1979 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kernforschungsanlage Jülich am Institut für Grenzflächenforschung und Vakuumphysik tätig. 1979 promovierte er an der Universität Bonn. Von 1980 bis 1982 arbeitete Dr. Schumacher als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der Lasertechnik an der Fakultät Physik der Universität Bielefeld. Er wechselte 1982 in die Industrie und übernahm eine leitende Stelle bei der Versuchsgrubengesellschaft mbH in Dortmund. Im Oktober 1989 wurde Dr. Schumacher an die Märkische Fachhochschule berufen, baute den Studiengang Technische Betriebswirtschaft neu auf und arbeitete im Rektorat dieser Hochschule als Prorektor für Forschung und Entwicklung. Im März 1990 folgte Dr. Schumacher dem Ruf der FH Bielefeld. Professor Dr. Bernd-Josef Schumacher ist Initiator und Sprecher des interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes Elektrische Energie - Mobilität - Umwelt und beschäftigt sich im Bereich der Forschung und Entwicklung insbesondere mit Fragen der Technikfolgeabschätzung, der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit (EMVU). 1997 hat er die für Frauen konzipierte Studienrichtung "Energieberatung und -marketing" mitinitiiert. Darüber hinaus ist Dr. Schumacher im Vorstand des VDE - OWL Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik aktiv.
Professor Dr.-Ing. Ralf Hörstmeier vertritt im Fachbereich Maschinenbau die Lehrgebiete Technische Mechanik und Fördertechnik. Nach dem Studium des Allgemeinen Maschinenbaus an der TU Clausthal und der TU Hannover war Hörstmeier als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fördertechnik und Bergwerksmaschinen der TU Hannover tätig. Nach der Promotion 1981 wechselte Hörstmeier zur Jungheinrich-Unternehmensgruppe Hamburg. 1986 folgte er dem Ruf der FH Bielefeld. Seither engagiert er sich besonders für den weiteren Ausbau der Kontakte zur Industrie als wichtiges Element eines praxisorientierten Studiums. Seit 1995 ist Dr. Hörstmeier Sprecher des von ihm initiierten Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes "IBT - Industrielle Bewegungstechnologie, Fördertechnik und Automatisierung". Von 1991 bis 1997 war er zusätzlich Geschäftsführer der GAZ Gründer- und Anwendungszentrum für Fördertechnik und Automatisierung GmbH, Espelkamp, deren wissenschaftlicher Leiter er ebenfalls seit 1991 ist. Von 1996 bis 2000 hatte er die Geschäftsführung der Food-Processing Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen im Auftrag des Wirtschaftsministers inne. Seit 2001 ist er deren wissenschaftlicher Projektkoordinator. Als Gutachter und Koordinator ist Dr. Hörstmeier auch für die AiF-Projekte der Bundesministeriums für Bildung und Forschung tätig. (Anm.d.Red.: AiF steht für die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e.V.) Im vergangenen Jahr baute Dr. Hörstmeier das Kompentenzzentrum für Bewegungsvorgänge an der FH Bielefeld auf, das sich als neutraler Entwicklungspartner der Industrie etabliert hat. Daneben engagiert sich Dr. Hörstmeier im VDI. Seit 1992 ist er Obmann des Arbeitskreises Fördertechnik, Materialfluss, Logistik (FML) im VDI Teutoburger Bezirksverein; seit 1999 ist er hier auch Vorstandsmitglied. Von 1996 bis 1998 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Margarethe von Wrangell-Stiftung.
Professor Dr.-Ing. Axel Rosemann vertritt im Fachbereich Mathematik und Technik die Lehrgebiete Elektronische Bauelemente und Schaltungen und Lichttechnik. Rosemann studierte Elektrotechnik - Hochfrequenz- und Nachrichtentechnik - an der TU Berlin. Seine Diplomarbeit schrieb er 1969 am Hahn-Meitner-Institut in Berlin-Wannsee über "Nukleare Strahlungsverträglichkeit von Sperrschicht-Feldeffekttransistoren". Von 1960 bis 1975 war Rosemann Mitarbeiter in der Forschung der Volkswagen AG, Wolfburg, im Bereich "Systeme, Simulation und Elektronik". Als Externer promovierte er 1974 mit dem Thema "Optimierung des rückwärtigen Signalbilds von Kraftfahrzeugen" bei Professor Dr.-Ing. Jürgen Krochmann am Institut für Lichttechnik im Fachbereich Umwelttechnik der TU Berlin. 1975 wurde er an die FH Bielefeld berufen. Für die Entwicklung eines Gerätes zur Farbmessung nach dem Spektralverfahren mit CCD-Linear-Arrays erhielt Dr. Rosemann 1982 den Professor Helwig Gedächtnispreis. Aus einem FH-geförderten Forschungsprojekt entstand 1995 ein Patent über "Schaltungstechnische, 30-prozentige Verbesserung der Ausnutzung von umweltproblematischen Zink-Kohle-Batterien". Dr. Rosemann war u.a. zwei Wahlperioden Mitglied des Senats der FH Bielefeld, einmal Dekan und zweimal Prodekan des Fachbereichs Elektrotechnik. Von 1993 bis 2001 gehörte er über zwei Wahlperioden dem Rektorat als Prorektor für Planung und Finanzen an. Zum Herbst 1996 wechselte er in den Fachbereich Mathematik und Technik, um dort beim Aufbau des Studiengangs Produktentwicklung mitzuwirken.
*) Das neue Hochschulgesetz (HG NRW) vom 01.04.2000 sieht die Möglichkeit vor, dass ein Fachbereich als Leitungsgremium ein Dekanat wählt.