Dr. Ehlebracht studierte Geodäsie an der TH Hannover. Nach Studienabschluss arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent am Geödätischen Institut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und promovierte an der dortigen Fakultät für Bauwesen. 1965 folgte der gebürtige Bad Salzuflener dem Ruf des heutigen Fachbereichs Architektur und Bauingenieurwesen der Abteilung Minden der FH Bielefeld. Von 1972 bis 1976 war Dr. Ehlebracht Abteilungsleiter Minden und gleichzeitig während dieser Zeit Vorsitzender des Senatsausschusses Finanz- und Personalangelegenheiten. In der Zeit von 1980 bis 1984 gehörte er dem Rektorat als Prorektor für Planung und Finanzen an und leitete von 1984 neun Jahre als Rektor mit großen Engagement und Erfolg die FH Bielefeld und von 1989 für zwei Jahre als Vorsitzender die Landesrektorenkonferenz der Rektoren der Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Oktober 1991 wurde Dr. Ehlebracht vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in die Brandenburgische Landeskommission für Fachhochschulen berufen. Dr. Ehlebracht gehörte dem Beirat für Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung der Stadt Bielefeld sowie dem Regionalbeirat der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Ostwestfalen-Lippe an.
Dr. Ehlebrachts besonderer Einsatz galt der Sicherung des Standortes Minden. Zweimal war der Standort in Gefahr, geschlossen zu werden, zweimal wurden die Pläne des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung abgewehrt. Dr. Ehlebracht wurde in der Standortfrage durch die Nachfrage der Studierenden nach einem Studium in der Weserstadt bestätigt. Sein ständiges Bemühen und Fördern um eine kontinuierliche Modernisierung und Erneuerung des Studienangebots galt nicht nur für die FH Bielefeld, sondern landesweit, insbesondere in seiner Funktion als LRK-Vorsitzender.
Engagiert und frühzeitig setzte er sich mit seiner Persönlichkeit und fachlichen Kompetenz für die Entwicklung internationaler Studiengänge sowie für die internationale Mobilität der Professoren und Studierenden ein. Die regionale Einbindung der FH Bielefeld wurde durch zahlreiche Kooperationen mit der hiesigen Wirtschaft, den Verbänden, Städten und Kommunen von ihm vorangetrieben. Ergebnisse waren u.a. auch die Gründungen von zwei AN-Instituten der FH Bielefeld in Beckum und in Espelkamp.
Dr. Ehlebracht war ein Rektor des Ausgleichs, der es immer verstand, die unterschiedlichen Interessen zusammenzuführen und über ein besonderes Gespür für das Machbare verfügte