Bielefeld/Minden (fhb). Dr.-Ing. Franz-Josef Hinkes, Professor am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen und langjähriger Vorsitzender des Senats der Fachhochschule Bielefeld, geht in den Ruhestand. Der 65-jährige wird nach 22 Jahren FH-Zugehörigkeit den Campus Minden verlassen, an dem er Tragwerkslehre sowie Stahl- und Holzbau gelehrt hat. Am Montag, 22. Juli, verabschiedete Präsidentin Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff Professor Hinkes: "Ich bedanke mich für die gute und lange Zusammenarbeit im Senat und wünsche Ihnen für den kommenden Lebensabschnitt alles Gute."
Franz-Josef Hinkes kam 1991 an die FH Bielefeld, um auf dem Campus Minden Bauingenieurwesen zu lehren. Später übernahm er zusätzlich das Lehrgebiet der Tragwerkslehre, die sich mit der Planung und Berechnung der Tragfähigkeit von Gebäuden und Konstruktionen beschäftigt. "Ich habe das immer so empfunden, dass ich eine verbindende Funktion zwischen den Bauingenieuren und den Architekten eingenommen habe", sagt Professor Hinkes. Aus dem eigenen Bauingenieursstudium an der FH Münster, an der ebenfalls die Studierenden beider Studiengänge an einem Fachbereich studierten, kannte er die möglichen Konflikte zwischen diesen beiden Gruppen. "Ich verstehe die einen und die anderen. Das war sicherlich ein Vorteil, auch in meinem späteren Amt als Senatsvorsitzender", sagt Hinkes.
Bereits nach einem Jahr auf dem Campus Minden engagierte er sich im Fachbereichsrat und lies sich schließlich in den Senat der FH wählen, in dem er knapp 14 Jahre Mitglied war. Von 2006 bis Ende 2012 hatte er das Amt des Vorsitzenden inne und hat in dieser Zeit viele Veränderungen an der Hochschule miterlebt. "Die meiste Diskussion und Aufregung gab es damals bei der Einführung der Studiengebühren", erinnert sich Hinkes. "das Audimax am Fachbereich Ingenieurswissenschaften und Mathematik war bei der öffentlichen Sitzung bis auf den letzten Platz besetzt und es gab auch einige sehr negative und beleidigende Zwischenrufe." Sonst seien die Senatssitzungen immer sehr konstruktiv verlaufen. "Es waren immer alle dafür, dass ich den Fachbereich im Senat vertrete und deshalb habe ich das auch immer gerne gemacht", sagt er.
Bevor seine Amtszeit Ende Juli am Campus Minden ausläuft, hat Professor Hinkes noch einige Klausuren nachzuschauen und die Übergabe für die Kolleginnen und Kollegen vorzubereiten. Von seinen Studierenden hat er sich bereits verabschiedet und für den neuen Lebensabschnitt eine kleine Hilfestellung mit auf den Weg bekommen: Das Buch "Kochen für Ingenieure". Mit seiner Ehefrau wird er demnächst nach Potsdam umziehen. "Der Abschied ist keine Zeit des Wehmuts für mich. Es kommt jetzt etwas Neues und das macht mir Spaß", freut sich Hinkes, der außerdem auch weiterhin freiberuflich im Ingenieursbüro mit seinen Partnern in Hannover arbeiten wird.