08.01.2013

Siegerteam 'selfkill' programmiert „geradeaus und durch“

Drittes Java-Kicker-Turnier der Informatiker am Campus Minden.

Minden (fhb). Der neue Meister des dritten Java-Kicker-Turniers an der Fachhochschule Bielefeld hat das Feld von hinten aufgerollt. Nur durch die Disqualifikation einer anderen Mannschaft konnte sich das Team "selfkill", nach einem vorzeitigen Aus in der Vorrunde, zurück ins Spiel und ganz nach oben kämpfen. 13 Mannschaften der Informatikstudierenden am Campus Minden waren zum Turnier angetreten, um ihr Können im Umgang mit der Programmiersprache "Java" spielerisch unter Beweis zu stellen. Es galt, virtuellen Fußballmännchen mit Hilfe von "Java" Leben einzuhauchen und sie mit programmierten Spielzügen über das Grün zu schicken. Ziel war natürlich das Tor.

Seit Anfang Dezember hatten sich die Erstsemester der Informatik in meist dreiköpfigen Teams zusammengetan und eine Taktik für ihre virtuellen Mannschaften programmiert. "Wir haben schon einige Stunden daran gesessen, um für jeden Spieler eine Funktion zu erstellen. Außerdem muss man alle möglichen Züge des Gegners mit einkalkulieren, damit man darauf reagieren kann", sagt Felizitas Bachmann von den drittplazierten "Pistoleros".

Durch die Java-Kicker lernen die Studierenden spielerisch die Grundlagen der Programmiersprache umzusetzen und können sich gleichzeitig noch mit anderen Teams messen, denn "die Intelligenz muss den Männchen im Vorfeld einprogrammiert werden", erklärt Dozent Stefan Sayk. Während des Matches handeln die Figuren dann nämlich autonom, die Studierenden können nicht mehr eingreifen.

Wie bei einem richtigen Fußball-Turnier gab es Vorrunden, Achtelfinale, Viertel- und Halbfinale und schließlich das alles entscheidende Finale. Hier traten die Mannschaften "yoMrwhite" und "selfkill" gegeneinander an. In einem spannenden Match mit diversen Fouls konnte dann "selfkill" mit einem Eins zu Null das Turnier für sich entscheiden. Eher unkonventionell war dabei die Strategie des Siegerteams. "Wir haben unsere Spieler alle gleich programmiert. Bei uns hieß es: geradeaus und durch", freut sich Fabian Lorenz von "selfkill" über den überraschenden Sieg.

Neben dem Java-Turnier an der FH baut Stefan Sayk mit seinen Studierenden momentan an einer öffentlich zugänglichen Kicker-Plattform im Internet. "Es wäre natürlich schön, über die Java-Kicker Kooperationen mit anderen Hochschulen auf der ganzen Welt schließen zu können", sagt Sayk.

www.javakicker.de

http://www.youtube.com/watch?v=7nK44flRrqY