09.05.2013

Spitzenreiter in der Gleichstellung

CEWS-Ranking bescheinigt FH Bielefeld gute Gleichstellungspolitik.

Bielefeld (fhb). In Sachen Gleichstellung gehört die Fachhochschule Bielefeld zu den Besten im ganzen Bundesgebiet. Das geht aus dem "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2013" des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) hervor. Die Daten geben die Situation für das Jahr 2011 wieder. In vier von fünf Bewertungskriterien schneidet die FH Bielefeld in der Spitzengruppe ab, wobei der Frauenanteil in unterschiedlichen Kategorien ausschlaggebend ist. Auch dass die FH am Professorinnen-Programm des Bundes beteiligt ist, sowie mit dem "audit familiengerechte hochschule" (Audit) zertifiziert ist, schlägt sich im Ranking positiv nieder. Daten von bundesweit 316 Hochschulen wurden ausgewertet, darunter 138 Fachhochschulen.

Eingerichtet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, versteht sich das CEWS-Ranking als Qualitätssicherung für die Gleichstellung an Hochschulen. Dadurch können Hochschulleitungen die eigenen Gleichstellungsleistungen in einem bundesweiten Vergleich einordnen. Bewertungskriterium ist die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Studium, in der wissenschaftlichen Weiterqualifikation wie Promotion und Habilitation, beim hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal und bei Professuren sowie die Veränderung des Frauenanteils beim Personal seit dem letzten Ranking von 2006.

Um die Leistungen messen zu können, wurden für die einzelnen Bereiche Indikatoren entwickelt, die zum einen die Gleichberechtigung und zum anderen die unterschiedlichen Profile der Hochschule berücksichtigen. So haben auch Hochschulen eine Chance, die wegen ihrer überwiegend technischen Fächer Schwierigkeiten haben, Wissenschaftlerinnen zu rekrutieren.

Die fünf Indikatoren wurden jeweils mit maximal 2 Punkten bewertet. Als bestes Ergebnis konnten demnach 10 Punkte erreicht werden.
Allein bei der Anzahl der Studentinnen konnte die FH Bielefeld nur einen Punkt erreichen und liegt hier in der Mittelgruppe. Bei den restlichen vier Kategorien konnten jeweils zwei Punkte und somit auch die Spitzengruppe erreicht werden - insgesamt neun von zehn Punkten.

Das beste Ergebnis erreichte die FH in der Kategorie des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals. Mit 368 weiblichen Personen beträgt der Frauenanteil in dieser Kategorie 37 Prozent. Damit kann die FH das zwölftbeste Ergebnis von insgesamt 43 aus dieser Gruppe erreichen. Auch bei den anderen Kategorien (Professuren und Veränderung des Frauenanteils des wissenschaftlichen Personals und Professuren) belegt die Fachhochschule stets einen Rang im oberen Drittel der Spitzenreiter.

Im Ranking wird außerdem deutlich, dass Hochschulen, die sich an Gleichstellungsinstrumenten wie dem Professorinnen-Programm, dem Total E-Quality-Prädikat oder am Audit beteiligen, im Schnitt besser abschneiden. Gut die Hälfte der untersuchten Hochschulen nutzt mindestens eine der genannten Instrumente an, lediglich 25 Prozent nutzen zwei Instrumente. Die FH Bielefeld ist sowohl beim Professorinnen-Programm als auch beim Audit vertreten - bei 316 untersuchten Hochschulen ist sie damit eine von 79.

Das gute Abschneiden der FH Bielefeld beim Ranking freut auch die Gleichstellungsbeauftragte Professorin Dr. Ulrike Settnik: "Das CEWS­-Ranking hat sich als Element zur Qualitätssicherung für die Gleichstellung an Hochschulen etabliert und genießt bundesweit in Wissenschaft und Politik hohe Aufmerksamkeit. Das Ergebnis bestätigt mich in der Auffassung, dass die Entscheidungen unserer Hochschule, am Professorinnen-Programm teilzunehmen und sich als "familiengerechte Hochschule" zertifizieren zu lassen, zukunftsweisende Entscheidungen waren. Wir müssen auf diesem Weg weiter gehen, um auch weiterhin auf dem Feld der Gleichstellung eine positive Entwicklung verzeichnen zu können."

 Hier das CEWS-Gleichstellungsranking 2013 als PDF-Datei.